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Lollar: Mehrere Schüler kollabieren bei Bundesjugendspielen

Lollar : Mehrere Schüler kollabieren bei Bundesjugendspielen

Während im Südwesten der Juli auf Hitze-Rekordkurs ist, sind bei den Bundesjugendspielen an einer Schule in Hessen mehrere Schüler bei hochsommerlichen Temperaturen zusammengebrochen.

Zehn von ihnen wurden am Mittwoch mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Schüler aus Lollar hätten wohl zu wenig getrunken, teilte der Kreis Gießen mit. Auch weitere Kinder klagten über Unwohlsein und seien vor Ort von Ärzten behandelt worden. Die Sportveranstaltung wurde abgebrochen. Für die Teilnehmer standen nach Angaben des Kreises kostenlose Getränke und Obst zur Verfügung.

Unterdessen ist klar: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 seien in Baden-Württemberg die ersten 21 Tage des Monats noch nie so warm gewesen, sagte Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. Die Region am Oberrhein erlebe derzeit die längste Hitzeperiode seit 2006. Deutschlandweit liege der Juli aber bisher nur auf Platz 3 nach den Jahren 2006 und 1994.

Von 21 Juli-Tagen seien im baden-württembergischen Lahr und im bayerischen Kitzingen jeweils 15 heiße Tage mit Temperaturen über 30 Grad gewesen. Am Mittwoch galt für den Süden und die Mitte Deutschlands zum achten Mal in Folge eine Hitzewarnung des DWD.

Ungewöhnlich sind in diesem Jahr die großen regionalen Unterschiede. An mehreren Tagen gab es ein Süd-Nord-Temperaturgefälle von 10 oder sogar 15 Grad. Schleswig-Holstein beispielsweise erlebe zwar einen relativ warmen Juli, "der Monat ist aber weit weg von allen Rekorden", sagte Friedrich.

(dpa)