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Karlsschrein im Aachener Dom versetzt

Außergewöhnliche Aktion : Karlsschrein im Aachener Dom versetzt

Der kostbare Karlsschrein im Aachener Dom ist in einer außergewöhnlichen Aktion fast an seinen ursprünglichen Platz versetzt worden. Unter der Regie des Dombaumeisters Helmut Maintz wurde der Schrein mit den Gebeinen Karls des Großen am Mittwoch auf einem speziellen Transportwagen mehrere Treppen heruntergebracht.

Das über 150 Kilogramm schwere Kunstwerk musste dabei in der Waagerechten bleiben.

Bis zur Fertigstellung der gotischen Chorhalle 1414 stand der Schrein im karolingischen Zentralbau. Die sterblichen Überreste Karls des Großen (747 oder 748 - 814) waren vor 800 Jahren in den damals gerade fertiggestellten Schrein übertragen worden. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten im Aachener Dom (23.-27. Juli) steht der Schrein im Mittelpunkt.

Das Jubiläum steht unter dem Leitwort "Karl so nah wie nie". Das gilt nun tatsächlich: Anders als sonst steht der Schrein während der Feierlichkeiten auf Augenhöhe zum Betrachter. Besucher können sich die kunstvollen Dachreliefs angucken, die sie sonst nicht sehen, weil der Schrein zu hoch steht. Zuletzt war er 1997/1998 wegen Sanierungsarbeiten im Dom versetzt worden.

(dpa)