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Sex-Skandal: US-Prediger tritt wegen Callboy-Vorwürfen zurück

Sex-Skandal : US-Prediger tritt wegen Callboy-Vorwürfen zurück

Denver (RPO). Einer der führenden US-Prediger mit engen Kontakten ins Weiße Haus ist wegen Sex-Vorwürfen zurückgetreten. Der bisherige Präsident der Nationalen Vereinigung Evangelikaler, Ted Haggard, soll eine homosexuelle Beziehung zu einem Callboy gehabt haben. Haggard bestreitet die Vorwürfe.

Haggard gab seine Funktion als Präsident der Nationalen Vereinigung Evangelikaler und Pastor der New Life Church auf, nachdem der Callboy Mike Jones öffentlich gemacht hatte, dass er seit drei Jahren Sex mit Haggard habe. Das teilte seine Kirche in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado mit.

Der Prediger wies die Vorwürfe zurück. "Ich hatte niemals eine homosexuelle Beziehung mit irgendjemandem", sagte Haggard örtlichen Medien. Er sei seiner Frau, mit der er fünf Kinder hat, treu. Dagegen sagte der Übergangspastor der New Life Church, Ross Parsley, dem Fernsehsender KKTV, Haggard habe einige der Vorwürfe des Callboys bestätigt.

Der 49-jährige Mike Jones aus Denver hatte zuvor in mehreren Interviews gesagt, er habe die Beziehung öffentlich gemacht, weil er den einflussreichen Haggard als Heuchler habe entlarven wollen. Haggard ist ein vehementer Kämpfer gegen die Homo-Ehe. Der eifrige Unterstützer von US-Präsident George W. Bush ist laut "Time"-Magazin einer der 25 einflussreichsten Evangelikalen in den USA. Berichten zufolge nimmt er regelmäßig an Telefonschaltkonferenzen mit dem Weißen Haus teil. Er gilt als einer der Hauptverantwortlichen für die starke Unterstützung der Evangelikalen für die Republikaner bei der Wahl 2004. Der National Association of Evangelicals gehören 30 Millionen Menschen an.

(afp)