Wuppertal: Lastenrad Cleanchen leistet saubere Arbeit

Wuppertal : Lastenrad Cleanchen leistet saubere Arbeit

Das Zweirad sorgt jetzt auch am Döppersberg für mehr Sauberkeit. Es ist mit bis zu 25 km/h unterwegs.

"Cleanchen" heißt das elektrisch betriebene Lastenfahrrad, wie auf der grünen Aufschrift auf weißem Grund zu lesen ist, das seit anderthalb Jahren auf der Nordbahntrasse seine Dienste verrichtet. Seit Martin Bickenbach, der Geschäftsführer des Sponsors AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft), das stabile Gefährt der Trassenmeisterei übergab, ist es viermal wöchentlich ganztags unterwegs. Es sammelt von Vohwinkel bis zum Wichernhaus am Bahnhof Wichlinghausen all das auf, was achtlose Zeitgenossen so einfach liegenlassen oder in die Büsche werfen.

Jetzt wurde Cleanchen auch auf dem Döppersberg gesichtet. Friedhelm Nick ist darauf unterwegs und sorgt dafür, dass auch der neue Bahnhofsvorplatz sauber bleibt. Mit an Bord hat Nick Müllsäcke und Hundekotbeutel zum Auswechseln, an der Seite des 11,5 Kilogramm schweren Cleanchens könnte er zudem Greifzange, Besen und Schaufel befestigen. Die Haltevorrichtungen dafür sind da. 180 Kilogramm kann Cleanchen transportieren. Mit einer Länge von 2,43 Metern, einem Meter Höhe und knapp 50 Zentimetern Breite ist das Lastenrad also für nahezu alles gerüstet, was die Abfallentsorgung auf der Nordbahntrasse und dem Döppersberg erforderlich macht. Wie jedes Erfolgsmodell hat auch Cleanchen viele Väter. Ideengeber waren wohl die Mitglieder der Wuppertal-Bewegung, die Cleanchens Verwandte, das Lastenfahrrad "Finchen", das am Bahnhof Mirke ausgeliehen werden kann, gesehen haben. AWG, ESW, Wuppertal-Bewegung, Wichernhaus, Trassenmeisterei und Jobcenter befanden, dass mit diesem Rad weitläufige Fußwege eingespart würden. Nach einwöchigem Test bestätigte sich der Eindruck. Die Gefährt ist bis zu 25 Stundenkilometer schnell.

(fwb)
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