Der Anrather Verein "Gutes beginnt im Kleinen" feiert fünfjähriges Bestehen.

Engagement : Mit 23.000 Euro vielen Menschen geholfen

Der Anrather Verein "Gutes beginnt im Kleinen" hat sein fünfjähriges Bestehen gefeiert. Seit der Vereinsgründung konnte bedürftigen Menschen mit insgesamt rund 23.000 Euro geholfen werden.

„Wir haben hier in Anrath eine unbeschwerte Kindheit erlebt und wollen als Dank etwas zurückgeben“, sagt Tobias Tichelbäcker. Der 31-jährige Arzt hat mit sieben Freunden, darunter Studenten, Controller, Medienkaufleute und Tischlermeister vor fünf Jahren den Verein „Gutes beginnt im Kleinen“ gegründet. Es ist zwar ein kleines Jubiläum, aber Grund genug, dies jetzt mit einem Sommerfest auf dem Gelände des Biolandbetriebes von Daniel Thees zu feiern – viele Gäste waren gekommen.

Der Verein mit seinen acht inzwischen heran gereiften Jungs setzt sich weiterhin für benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region ein, unterstützt außerdem die Hospiz- und Palliativbewegung. Teammitglied Marco Wienen, wie der Vorsitzende 31 Jahre alt, beruflich als Außendienstler in der Mode- und Textilbranche unterwegs, fand bei den Feierlichkeiten die Zeit, zurück zu blicken. Er bilanzierte, dass bislang für insgesamt 33 regionale Projekte Spendengelder von rund 23.000 Euro weitergegeben werden konnten. Es waren im Einzelfall jeweils kleinere Beträge, im Schnitt zwischen 500 und 600 Euro, mit denen man Einzelpersonen, Familien oder Gruppen helfen konnte. Beispielsweise habe man Deutsch-Kurse im Anrather Asylbewerberheim unterstützt, Kindern einen Zoobesuch ermöglicht oder der von der städtischen Streetworkerin Marion Tank aufgebauten Notschlafstelle für Jugendliche und junge Erwachsene am Anrather Bahnhof geholfen.

Marco Wienen ist überzeugt davon, dass sein Verein weitermacht: „Wir wollen das Bewusstsein der Menschen stärken, sie sensibilisieren, auch an die Anderen zu denken, denen es nicht so gut wie uns geht.“ Tobias Tichelbäcker ergänzte, dass es dabei nicht nur um konkrete Hilfsprojekte gehe, sondern dass man auch nach den jüngsten Vorfällen in Chemnitz über den Tellerrand hinaus schaue und die Gefahr von Rechts mit bekämpfen wolle.

Auch die kindgerechte Auseinandersetzung mit dem Thema „Tod und Sterben“ bleibt für den Verein nicht nur in den Schulen ein Thema. Das Lebesende ist bei einer Veranstaltung am 9. November in der Josefshalle, ab 20 Uhr, ein Thema. Dazu sollen für die verschiedensten Bereiche, von der Vorsorgevollmacht über den richtigen Umgang mit den Sterbenskranken bis zum Nachlass einige Experten eingeladen werden.

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