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Augenoptikermeisterin Jennifer Ix bietet eine mobile Augenmessung an

Service in Anrath : Optikerin kommt zu den Kunden

Die Idee gab es schon lange, vor rund zwei Monaten wurde sie Wirklichkeit: Augenoptikermeisterin Jennifer Ix bietet jetzt als erstes Optikfachgeschäft in Willich und Umgebung eine „mobile Augenmessung“ an.

Kernstück des neuen Service ist ein etwas mehr als 1,5 Meter hoher schwarzer Rollkoffer mit vielen Schubladen sowie ein Handgerät, das ein bisschen an die Kameras zum „Blitzen“ bei Geschwindigkeitskontrollen erinnert: Augenoptikermeisterin Jennifer Ix aus Anrath hat ihren Service erweitert. Sie bietet jetzt auch Augenprüfungen zu Hause, am Arbeitsplatz, im Seniorenheim oder an anderen Orten an, die für den Kunden passen.

„Wir bringen im Prinzip das komplette Optik-Geschäft mit – Messgeräte, Werkzeug und alle notwendigen Zusatzelemente sowie eine Kollektion verschiedener modischer Brillengestelle zur Auswahl“, erklärt die Fachfrau, die das Familienunternehmen in dritter Generation führt.

Denn die technische Entwicklung macht es möglich, alle erforderlichen Messungen mit dem Handgerät durchzuführen. Das gilt sowohl für Einstärken- als auch für Gleitsichtbrillen. Auch Augenerkrankungen wie die Makula-Degeneration werden berücksichtigt. Das Handgerät ist per Bluetooth an einen mobilen Drucker angeschlossen, so dass die Auswertung der Messung direkt beim Kunden ausgedruckt werden kann.

Der Sehtest dauert im Schnitt etwa 15 Minuten, aber „wir bringen alle Zeit mit, die notwendig ist“, betont Jennifer Ix. Nach jedem Besuch würden alle benötigten Geräte, Zusatzelemente und die ausprobierten Brillengestelle gründlich desinfiziert.

Mit dem neuen mobilen Service hat die Augenoptikermeisterin verschiedene Zielgruppen im Blick: „Viele Senioren sind nicht mehr so mobil und müssen nicht den Weg zu uns ins Geschäft auf sich nehmen. Das gilt für ältere Menschen, die noch in den eigenen vier Wänden wohnen, aber auch für Bewohner der Seniorenheime im Umkreis“, erklärt Jennifer Ix. Auch Bewohner der Häuser der Lebenshilfe werden vor Ort besucht.

In Corona-Zeiten sei zudem oft der Wunsch aufgekommen, dass die älteren Menschen nicht ins Geschäft kommen wollten. Aber nicht nur für ältere Menschen ist das Angebot eine sinnvolle Ergänzung. Jennifer Ix oder ihre Mitarbeiterin fahren auch zu Kunden an den Arbeitsplatz. Das hat mehrere Vorteile: Der Kunde spart Zeit, und die Augen-Expertinnen können sich von den Arbeitsbedingungen vor Ort ein genaues Bild machen. „Wir können eine Arbeitsplatzbrille oder Office-Brille durch die direkte Anpassung an den jeweiligen Arbeitsplatz genau auf die Bedürfnisse des Kunden abstimmen“, sagt Ix.

So ist es wichtig, sich einen genauen Eindruck davon zu verschaffen, wie weit der Abstand zwischen Augen und PC-Arbeitsplatz ist. Ebenso gibt es spezielle Gläser für Bildschirm-Arbeitsplätze, die gegebenenfalls berücksichtigt werden können. Ziel ist es, dass die Kunden nicht nur im Zwischen- und Nahbereich besser sehen, sondern dass sie auch Kopfbewegungen und -neigungen sparen. Langfristig werden so Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule geschont.

Ein weiteres Thema sind Arbeitsschutzbrillen, die zum Beispiel vor Staub, Splittern und Funken schützen. Diese lassen sich auch in der jeweils notwendigen Brillenstärke herstellen.

Die Brillen werden in der Regel innerhalb einer Woche gefertigt – inklusive eventueller Zusatzeigenschaften der Gläser wie Blendschutz für Autofahrer oder Kontraststeigerung. Zur abschließenden Anpassung gibt es dann den zweiten Termin – wieder beim Kunden vor Ort.

„Bisher haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Angebot gemacht. Gerade ältere Menschen freuen sich auch über den Besuch als kleine Abwechslung“, sagt Ix.