Wermelskirchen: Stadt: Kirmes und Markt sind gesichert

Wermelskirchen: Stadt: Kirmes und Markt sind gesichert

Zukauf einer Fläche an B 51 durch den Loches-Platz-Investors schaffe Möglichkeit für Platzerweiterung.

2020 sollen sich die Karussells auf dem Loches-Platz nach der Bauphase wieder drehen können. Sobald die neuen Gebäude fertiggestellt sind, werden auf dem dann ehemals städtischen Platz wieder Schausteller ihre Fahrgeschäfte für die große Kirmes aufbauen, und auch Wochenmarkt-Stände finden dort wieder ihren Platz. "Das ist alles vertraglich vereinbart und durch Eintrag ins Grundbuch abgesichert", versichert Florian Leßke, Amtsleiter für Stadtentwicklung, auf Nachfrage unserer Redaktion. Damit reagiert er auch auf die - vor allem von der WNKUWG - geäußerten Bedenken, Kirmes und Wochenmarkt seien für die Zukunft nicht gesichert, sobald der neue Gebäudekomplex steht.

Dies, den Wegfall von öffentlichen, gebührenfreien Stellplätzen und folgender drohender Parkplatznot in der Innenstadt sowie die Frage nach der Lebensmittelversorgung in der Innenstadt während der Bauzeit hatte WNKUWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse vor und nach der Ratssitzung in offenen Briefen noch einmal zum Thema gemacht. Sein Anliegen: Für Bürger relevante Vertragsbestandteile sollten vor dem Verkauf des Loches-Platzes öffentlich gemacht werden. Die Politik solle vor Vertragsabschluss mehr eingebunden werden. Wie berichtet, hatte die Ratsmehrheit den WNKUWG-Antrag am Montag abgelehnt - und CDU und SPD hatten dies auch gegenüber der Presse ausführlich begründet.

Die Kirmes werde sich zwar verändern, räumt Leßke ein. Denn die Schausteller werden andere Aufstellpläne erhalten, weil der Platz einen neuen, eher dreieckigen Zuschnitt habe, "aber alle Mindestvoraussetzungen, die an den Käufer und Investor gestellt wurden, werden erfüllt", betont Leßke. Dazu zähle die Lebensmittelversorgung in der Innenstadt und die kostenlose Nutzungsmöglichkeit des neuen Loches-Platzes für Kirmes und Wochenmarkt. Selbst die Nutzungszeiten inklusive Auf- und Abbau seien im Grundbuch festgelegt. Ein Kriterium war, dass mindestens 4000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Das werde ebenso erfüllt.

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Ermöglicht werde dies auch dadurch, dass der Investor von Straßen NRW ein Böschungs-Grundstück an der B 51 erwerben kann. Auf dieser Basis könne die geplante Bebauung näher an die Dellmannstraße herangerückt werden, so dass mehr Fläche für den Loches-Platz bleibt.

Die Details für die Kirmes werde die Stadt mit dem Investor und dessen Architekten besprechen. Auch Fragen der Infrastruktur wie Strom- und Wasseranschlüsse seien noch zu klären. In seiner alten Gestalt wird die Kirmes auf dem Loches-Platz dieses Jahr noch einmal über die Bühne gehen, dann folgen zwei Jahre, in denen es eine Übergangslösung geben wird, so Leßke.

(pd)