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Handball: Lobberich ist heute krasser Außenseiter

Handball : Lobberich ist heute krasser Außenseiter

Für die weiterhin personell arg gebeutelten Lobbericher geht es in der Handball-Oberliga schon heute Abend zum Tabellenführer DJK Adler Königshof. Die Gastgeber sind aktuell das Maß der Dinge in ihrer Spielklasse.

Den Oberliga-Handballern des TV Lobberich steht die wohl leichteste Partie bevor. Die Mannschaft von Goran Sopov tritt als krasser Außenseiter bereits heute Abend (20.30 Uhr) beim Tabellenführer DJK Adler Königshof an.

"Wir können da unbeschwert hinfahren. Der Favorit spielt zu Hause", sagt Lobberichs Co-Trainer Markus Holstein. Keine Frage, unter normalen Umständen dürfte es für die Lobbericher in Königshof nichts zu gewinnen geben. Zwar holte das Team fünf Punkte aus den letzten drei Spielen und tat gewaltig etwas für das Selbstvertrauen. Doch für die Truppe geht es ausschließlich darum, den Abstieg zu vermeiden. Andere Ziele sind angesichts der nach wie vor dünnen Personaldecke unrealistisch. Im Moment beträgt das Polster der Lobbericher auf den ersten Abstiegsrang, den die SG Überruhr belegt, zwei Punkte.

Die Adler hingegen streben nach oben. Sie haben acht ihrer neun Spiele gewonnen, nur einmal, in Überruhr, gab es ein Unentschieden. Die Mannschaft von Trainer Dirk Wolf ist in dieser Spielzeit ohne Zweifel das Maß aller Dinge. Die DJK stellt den zweitbesten Angriff in der Oberliga und mit deutlichem Abstand die beste Defensivreihe. In den bisherigen neun Spielen kassierten die Königshofer bemerkenswerte 62 Gegentore weniger als der TV Lobberich. "Das sagt schon eine Menge aus", meint Holstein.

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In Gestalt der routinierten Stefan Graedtke und Paul Keutmann, der vor der Saison vom TV Korschenbroich kam, verfügen die Königshofer über ein exzellentes Torhütergespann. Aber auch auf dem Feld sind sie außergewöhnlich gut besetzt. Trainer Dirk Wolf konnte seine beiden Söhne Mats und Tom für die Adler begeistern. Tom Wolf kam wie Keutmann vom Drittligisten aus Korschenbroich. Mats Wolf wechselte gemeinsam mit Max Tobae aus dem A-Jugend-Bundesliga-Team des Bergischen HC nach Königshof. Die Adler sind im Grunde auf allen Positionen doppelt und gut besetzt, beispielsweise mit Tim Christall im rechten Rückraum oder Luca Lewandowski auf Linksaußen. "Sehr stark und überdurchschnittlich", sagt Lobberichs Co-Trainer Markus Holstein beeindruckt.

Doppelt besetzt zu sein, bleibt für die Handballer des TV Lobberich wie in der vergangenen auch in der laufenden Spielzeit völlig unbekanntes Terrain. Heute Abend haben sie Mühe überhaupt spielfähig zu sein. "Wir fahren mit dem letzten Aufgebot", sagt Holstein.

(wiwo)