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Niederkrüchten: "Foxi" ist wieder da

Niederkrüchten : "Foxi" ist wieder da

Die am Sonntagmittag aus einem Garten in Boscherhausen gestohlene Cairn-Terrier-Hündin ist zurück. In der Nacht zu gestern bugsierten Unbekannte das Tier offenbar über den Zaun. Die Züchterfamilie ist überglücklich.

"Es ist, als hätte der liebe Gott uns gehört", sagt Albert Guderian. "Foxi" ist zurück. Aus dem Garten der Guderians in Boscherhausen war am Sonntagmittag die zweieinhalbjährige Cairn-Terrier-Hündin gestohlen worden. Die Spuren sprachen eine eindeutige Sprache: Jemand hatte "Foxi" wohl über den hohen Zaun vom Grundstück weggeholt. Vor dem Zaun fanden die Züchter einen Balken, der auf zwei Pflanzsteinen lag — wohl als Kletterhilfe war er dorthin gelegt worden. Das müsse geplant gewesen sein, vermutete der geschockte Hundebesitzer.

Albert Guderian zeigt den Balken, den wohl Unbekannte vor den Zaun gelegt haben. Unten Hündin "Foxi" auf einem Fahndungsbild. Foto: Goch, Polizei

Der Diebstahl der kleinen Hündin sorgte für Fassungslosigkeit. Die Guderians waren in großer Sorge — nicht nur, weil die Hündin schon seit dem Welpenalter bei ihnen lebte und Mitglied der Familie war, sondern auch, weil "Foxi" zum ersten Mal Welpen erwartete. Die Familie schaltete die Polizei ein und setzte eine Belohnung von 500 Euro aus für Hinweise, die dazu führen, dass die Hündin lebend zu ihrer Familie zurückkehren kann.

In der Nacht zu gestern geschah dann ein kleines Wunder. "Gegen vier Uhr haben die anderen Hunde angeschlagen", erzählt Albert Guderian. Seine Frau Barbara und er liefen mit der Taschenlampe sofort in den Garten — und da war "Foxi". Die Hündin befand sich in dem Teil des Gartens, aus dem sie gestohlen worden war. Diesen Teil hatten die Guderians nach dem Diebstahl sofort so abgesperrt, dass die anderen Hunde nicht mehr hineinkonnten — zu groß war die Angst, noch einen Hund zu verlieren.

Wie es "Foxi" geht und was sie wohl erlebt hat, das wird sich wohl erst im Laufe des heutigen Tages zeigen. Denn gestern war die junge Hundedame "viel zu fertig mit den Nerven", wie Albert Guderian feststellte. Um das verschüchterte Tier zu schonen und "Foxi" die Möglichkeit zu geben, zu Hause zur Ruhe zu kommen, wollten die Guderians sie nicht gleich in eine enge Box verfrachten, um sie zum Tierarzt zu bringen. Ob die Geschichte zu einem guten Ende findet und die Welpen, die die Hündin in diesen Tagen zur Welt bringen sollte, noch am Leben sind, das muss die Untersuchung zeigen. Eine Schwellung am rechten Hinterbein hat der besorgte Hundebesitzer schon festgestellt. Das Wichtigste für Guderian und seine Frau ist aber: "Foxi" ist lebend zurückgekehrt.

(hah)