Tönisvorst: Aus dem Kress-Gelände wird jetzt Mays Werk

Tönisvorst: Aus dem Kress-Gelände wird jetzt Mays Werk

Emsiges Treiben herrschte gestern auf dem Businesspark am Maysweg. Im China-Restaurant "Oriental Garden", das am Mittwoch mittags für den normalen Betrieb öffnen will. wird noch an der Einrichtung gewerkelt. Davor, im 20 mal 35 Meter großen Bassin mit kleinen Fontänen, wurden gestern 50 Albino-Graskarpfen ausgesetzt.

So ist der Uhrenturm zu einem markanten Gebäude geworden. Wo früher die Küche für die Werkskantine war, haben der Baumaschinenverleih SBG und der Beautysalon von Rabea Gatzweiler Platz gefunden. Vorne an der Einfahrt hat bereits der Zoobedarfsladen Hitzegrad ein neues Ladenlokal gefunden und von wird vielen Kunden angefahren. Parkplätze sind an mehreren Stellen zahlreich vorhanden. Vor dem Fitnessstudio Tönisvorst kann man direkt parken, sogar unter einer Eisendeckenkonstruktion, die von der alten Halle stehengelassen wurde.

Über dem China-Restaurant ist die Mode eingezogen. Im ersten Stock trifft man auf Girmes International. Von St. Tönis wird mit Stoffen gehandelt. Früher war Girmes ein großes Textilwerk in Oedt. Nebenan in einem loftartigen Büro mit sichtbaren Stahlträgern arbeitet die DG Project Service GmbH, die Hotels mit Textilien ausstattet. Im China-Restaurant, das übrigens auch ein eigenes Kinderspielzimmer hat, werden 280 Gäste drinnen und 100 draußen Platz finden. Im hinteren Teil des Restaurants finden sich historische Fotografien von der Textilveredlungsfabrik Kress und Söhne. Die Textilunternehmen, die heute noch auf dem Gelände arbeiten, haben die Mietverträge bis 2022 verlängert. Der Schornstein wird heute noch benutzt. Ein Unternehmen, das Fasern veredelt, nutzt für das Verfahren Dampf. Die Fasern kommen in Textilien für den Kofferraum von Autos, aber auch im Airbus A 380 zur Anwendung. Ein anderes Unternehmen konfektioniert Tarnstoffe für militärische Zwecke.

Der Uhrenturm ist liebevoll restauriert worden. Auch der Wasserturm, markantes Zeichen des Businessparks, soll noch saniert werden. Foto: WOLFGANG Kaiser
(RP)