Remscheid: Heimatbund: "Einsparvolumen konstruiert"

Remscheid: Heimatbund: "Einsparvolumen konstruiert"

Nicht so gut vorbereitet, wie er sich das gewünscht hätte, ging der Heimatbund gestern Abend in das zweite Bürgerforum zum Sparpaket. Streitthema ist die in der Streichliste der Verwaltung angedachte Schließung des Bürgeramts im Rathaus Lüttringhausen. Weil das OB-Papier keine Zahlen nennt, hatte Heimatbund-Vorsitzender Peter Maar Anfang Februar die Stadtverwaltung um Details gebeten.

Die Antwort von Sven Wiertz, persönlicher Referent der OB, kam am Sonntagabend. Kernbotschaft: Mit der Schließung des Bürgeramts könnten zwei Stellen und damit Kosten von jährlich 125 948 Euro gespart werden.

Dem Heimatbund reicht die Antwort nicht. "Mit dem Inhalt Ihrer Aussagen und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen können wir uns in keiner Weise einverstanden erklären", schreibt Maar. "Zu wesentlichen Fragen wird nicht Stellung genommen." Nach seiner Auffassung könne der tatsächliche Personalbedarf nur dann bewertet werden, wenn man Lüttringhausen nicht losgelöst von der Hauptstelle des Bürgerbüros in Remscheid betrachte. Maar wirft Wiertz vor, ein "angebliches Einsparvolumen konstruiert" zu haben, das nicht Ergebnis einer systematischen Untersuchung sei, "sondern einer simplen, auf Annahmen beruhenden Neuverteilung von Aufgaben und Stellen entspricht".

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Danach könne man "das gleiche angebliche Einsparvolumen" auch im Bürgeramt Remscheid erzielen. Maar erinnert auch daran, dass das Rathaus Lüttringhausen erst vor wenigen Jahren mit einem teuren Aufzug versehen wurde und "dass die Schließung des Bürgerbüros den Bemühungen zur Herstellung einer belebten neuen Mitte in Lüttringhausen zuwider laufen würde.

(RP)
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