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Mangas: Schule für japanische Comics eröffnet in Neuss

Mangas : Schule für japanische Comics eröffnet in Neuss

Das Zeichnen der aus Japan stammenden Figuren wird auch in Neuss immer beliebter. An der Oberstraße finden jetzt Manga-Kurse statt.

Sie haben große, glänzende Augen, eine kleine Nase, einen kleinen Mund und wirken in ihrer Darstellungsweise fast schon niedlich: Mangas. Die aus Zeichentrickserien im Fernsehen und Comics bekannten Figuren erfreuen sich auch im Rheinland einer immer größer werdenden Beliebtheit - ihre Fangemeinde wird größer. In Neuss hat aus diesem Grund jetzt die erste Manga-Schule eröffnet. Die gehört einer schon bestehenden Manga-Schule in Hamburg an, die mit ihrem neuen Ausleger auf zahlreiche Anfragen aus dem Raum Düsseldorf reagiert.

"Auch im Rheinland hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Szene etabliert. Deren Zeichenkunst wollen wir fördern", sagt Philipp Perband, Leiter der neuen Manga-Schule. Übungsleiterin in Neuss ist die 22-jährige Sally Rohde aus Gelsenkirchen, die schon seit Jahren mit Begeisterung Mangas zeichnet, deren Ursprung in Japan liegt. Jedes Wochenende treffen sich in Neuss zwei Kurse in Räumen an der Oberstraße. Dort kann jeder, der sich für Mangas und das Zeichnen begeistert, den Pinsel schwingen - oder besser gesagt: die "Copic-Marker". "Das sind spezielle Stifte mit einem hohen Alkoholanteil. Das ermöglicht etwa beim Ausmalen größerer Flächen, dass sie gleichmäßig gefüllt wird und nicht jeder einzelne Strich im Nachhinein zu erkennen ist", erläutert Sally Rohde. Die Faszination für Mangas steht der Übungsleiterin ins Gesicht geschrieben - "schließlich sind bei den Zeichnungen der Kreativität und der Fantasie keine Grenzen gesetzt", sagt sie.

Sally Rohde steht den Kursen, die jeweils zwischen vier und acht Schüler zählen, mit Rat und Tat zur Seite: "Ich versuche natürlich, praktische Tipps zu geben. Jeder hat am Anfang seine Schwierigkeiten. Doch Proportionen, die Anatomie, das Zeichnen von Frisuren oder Kleidungsstücken kann man in der Regel recht schnell erlernen", sagt Sally Rohde, die den Samstagskursus mit acht Personen im Alter zwischen zwölf und 26 Jahren leitet.

Hinzugestoßen ist vor vier Wochen auch Christian Pahl aus Düsseldorf. Er sagt: "Bei Mangas sorgen die Details für ein schönes Gesamtbild." Schwierigkeiten hat er noch mit der Kleidung - die sei besonders anspruchsvoll zu zeichnen. "Doch Übung macht den Meister", sagt der 20-Jährige. Er fängt bei den Figuren grundsätzlich mit dem Gesicht an und arbeitet sich dann immer weiter vor. "Zuerst wird in der Regel eine grobe Skizze erstellt, dann eine Vorzeichnung und dann starten die meisten mit den Konturen", sagt Übungsleiterin Sally Rohde, die den Schülern viel Freiheit lassen will.

(NGZ)