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Neuss: Reisig verscheucht brütende Gänse

Neuss : Reisig verscheucht brütende Gänse

Nachdem Schnittgut im Jröne Meerke ausgelegt wurde, haben die Gänse keine Nester mehr gebaut. Einen ähnlichen Erfolg erhofft man sich im Stadtgarten.

11,20 Meter lang und 2,80 Meter breit ist die Insel im Stadtgartenteich. Offensichtlich ein Idyll, denn einige Kanadagänse haben das Eiland zum neuen Zuhause auserkoren. "Vier Brutpaare haben sich dort niedergelassen", teilt Sascha Severin, Sprecher der Stadt Neuss, mit. Man hoffe aber, dass sie sich dort nicht zu einem ähnlichen Problem entwickelten wie in der Grünanlage Jröne Meerke. Dort hatten die zahlreich am Baggersee brütenden Schneegänse dazu geführt, dass das Gewässer durch den Kot und Dreck der Tiere mit Phosphat übersättigt wurde und es regelmäßig zu einer Algenblüte kam.

"Wir legen jetzt auf der Insel im Stadtgarten Äste und anderes Schnittgut aus, damit die Gänse keine weiteren Nester bauen können", erklärt Severin. Diese Vorgehensweise habe der Umweltausschuss auf Anraten von Johann Mooij von der Biologischen Station Wesel empfohlen, auch für das Jröne Meerke. Dort hat sich das Auslegen von Reisig anscheinend bewährt. Eigentlich hatte die Obere Jagdbehörde bis Ende Mai die Genehmigung erteilt, aus den Nestern im Jröne Meerke die Eier zu sammeln, damit die Zahl der Gänse am Baggersee nicht noch weiter zunimmt. Das ist aber gar nicht nötig. Denn durch das ausgelegte Schnittgut haben die Tiere offenbar gar keine neuen Gelege auf der Insel gebaut, berichtet die Stadt. Bisherige Maßnahmen in der Grünanlage wie Zaunbau, Kontrollen, Algenabfischung und Fütterungsverbot waren erfolglos geblieben. Zuletzt hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, eine Parkaufsicht einzusetzen, die das Fütterungsverbot im Jröne Meerke überwacht.

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Einen Steg vom Ufer auf die Insel, über den auch Fuchs und Marder auf das Eiland hätten gelangen können, um einem Teil der Gänse den Garaus zu bereiten, hatte der Landschaftsbeirat abgelehnt. Denn dadurch würden auch Eisvogel, Graureiher und Nachtigall gestört.

Ein Allheilmittel gegen Wildgänse ist das Auslegen von Reisig aber nicht, ist man sich bei der Stadtverwaltung sicher. "Die Tiere werden sich andere Orte in der Stadt suchen, an denen sie ungestört brüten können", sagt Pressesprecher Peter Fischer.

(sug)