Moers: Moerser Seniorennetzwerke haben für jedes Problem eine Lösung

Moers : Moerser Seniorennetzwerke haben für jedes Problem eine Lösung

"ZWAR", das ist die Abkürzung für "Zwischen Arbeit und Ruhestand". Hinter der Bezeichnung steht eine landesweite, von zahlreichen kirchlichen und sozialen Verbänden getragene Initiative zur Gründung von kommunalen Seniorennetzwerken. Angeschoben durch die städtische Leitstelle Älterwerden haben sich inzwischen auch in sieben Moerser Stadtteilen solche ZWAR-Gruppen gebildet, die sich seither regelmäßig oder auch spontan zu verschiedenen Aktivitäten wie zum Beispiel zum gemeinsamen Fahrradfahren, Kochen, zum Basteln und Spielen oder in Literaturkreisen treffen.

Dabei hat jede Gruppe für sich zusätzlich aber auch einige ganz besondere Aktivitäten ins Leben gerufen, von denen drei am Donnerstag bei einem Pressetermin im Rathaus vorgestellt wurden. Eine davon ist das Projekt "Faltenrock" der Gruppe Moers-Mitte, die sich die Organisation von fröhlichen Rock-Konzerten sowohl für ihre eigenen, als auch für die Mitglieder der anderen Moerser ZWAR-Gruppen zur Aufgabe gemacht hat. "Wir haben die Falten und den Rock dazu", erklärte Reinhard Kranich, einer der zuständigen Organisatoren, im Gespräch und kündigte dabei gleich die nächste "Faltenrock"-Veranstaltung am 30. April ab 18 Uhr auf dem Moerser Hans-Albrecht-Platz vorm Café Lyceum an.

Eine weitere ungewöhnliche Projekt-Vorstellung stammte von den Rheinkamper ZWARlern. Sie haben eine sogenannte "Lösungsmittel-Gruppe" ins Leben gerufen. "Wir sind der Meinung, dass es mit etwas gutem Willen für jedes Problem eine Lösung gibt", beschrieb Horst Schnase den im ersten Moment eher chemisch klingenden Namen seiner Gruppe. "Wir helfen uns untereinander, wenn Not am Mann ist. So haben wir erst neulich einer Frau aus unserer Gruppe, deren Mann gerade verstorben war, dabei geholfen, einen Berg Feuerholz aufzustapeln", berichtete er. Die ZWAR-Gruppe Rheinkamp besteht aus zurzeit aus rund 50 Mitgliedern.

Der dritte Bericht kam von der ZWAR-Gruppe Meerbeck, die von Gertrud Kroker vertreten wurde. Das von ihr vorgestellte besondere Projekt nennt sich "Wohnschule" und beinhaltete eine ungewöhnliche Kreativwerkstatt zum Thema "Wohnen im Alter". Dabei machen sich die Teilnehmer bei ihren regelmäßigen Treffen nicht nur mit bereits vorhandenen Alterswohntrends vertraut, sondern entwickeln dazu auch selber neue Ideen. "Eine spannende Sache."

Außer in Meerbeck, Rheinkamp und in der Stadtmitte gibt es in Moers noch vier weitere ZWAR-Gruppen, und zwar in Asberg, Informationen gibt es unter www.senioren-in-moers.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02841 201609.

(RP)
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