Lokalsport: Odenkirchens Fußballvergnügen ist ein positiver "Schock"

Lokalsport: Odenkirchens Fußballvergnügen ist ein positiver "Schock"

Der Erfolg des Landesligisten überrascht sogar die sportliche Leitung. Trainer Kuc steht ständig unter Strom. Spinrath verlässt den Klub.

Was Landesligist Odenkirchen 05/07 bisher sportlich geboten hat, war absolutes Fußballvergnügen. Darüber wird sich nicht zuletzt die Vorstandsetage besonders gefreut haben. "Gerechnet haben wir mit so viel Erfolg sicher nicht", gibt der Sportliche Leiter Mathias Komor zu. Gute Leistungen lassen sich an den gewonnenen Punkten ablesen, die dann einfach mit einer vorher vereinbarten Aufwandsentschädigung multipliziert und belohnt werden. Für Klubs, die viele Punkte gesammelt haben, wird dann eine Saison zu einem teuren Vergnügen.

Der "Schock", der Odenkirchen nun erfasst hat, ist ein sehr angenehmer. Es ist ein positiver sportlicher Schock, der bei Vorstand und dem Team weitere Motivation freisetzt. "Wir hatten schon gehofft, dass die Mannschaft in dieser Saison einen Sprung nach vorne schafft. Erfreulicherweise ist der Schritt nach vorne sehr groß ausgefallen, wobei die Spieler sich die Belohnung durch ihre tollen Leistungen verdient haben. Der Vorstand ist sehr stolz auf den Saisonverlauf und hat diese Entwicklung durchaus einkalkuliert", sagt Komor.

Seit sechs Spieltagen ist Odenkirchen ungeschlagen und hat dabei 16 Punkte gesammelt. "Diese Serie möchten wir fortsetzen, aber am Sonntag müssen wir in Nievenheim eine schwierige Aufgabe lösen", sagt Trainer Kemal Kuc. Eigentlich hätte Odenkirchen am Sonntag ein weiteres Heimspiel gehabt, aber zum Saisonstart wurde das Heimrecht getauscht, weil die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes in Nievenheim sich verzögerte. Beim Saisonstart gab es dann für 05/07 ein schwer erkämpftes spätes 2:2. "Allein das Hinspiel hat ja schon gezeigt, dass Nievenheim über sehr viel Qualität verfügt. Besonders mit den beiden torgefährlichen Spitzen ist die Mannschaft sehr gefährlich. Die müssen wir in den Griff bekommen", sagt Kuc.

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Die gute Punkteausbeute und das tolle Spiel seines Teams, das am Sonntag bis auf Max Offermann wieder vollständig sein wird, lässt bei Kuc noch immer keine adventlich, gelassene Stimmung aufkommen. Er bleibt ehrgeizig. "Er hätte es auch einmal verdient, nicht so unter Strom zu stehen. Seinen Ehrgeiz überträgt er aber auch auf die Mannschaft, und das ist gut so", sagt Komor.

Er bedauert den Wechsel von Christoph Spinrath zum Nachbarn VfL Jüchen. Der Ur-Odenkirchener hat 114 Spiele für 05/07 bestritten, aber in dieser Saison nur elf Einsätze gehabt. "Wir hoffen, dass Christoph mit Jüchen eine erfolgreiche Rückrunde spielt. Wenn er irgendwann wieder zurück will, stehen ihm bei uns alle Türen offen", sagt Komor.

Somit ist ein Platz im Kader frei, der durch einen Zugang besetzt werden könnte. Zu hören ist, dass Komor schon seit langer Zeit einen guten Kontakt zu Ben Venhaus vom 1. FC Mönchengladbach pflegt. Inzwischen reduzierten sich dessen Einsätze beim FC nicht zuletzt wegen einer langwierigen Verletzung deutlich. Fraglich ist allerdings, ob der FC die Freigabe erteilt.

(RP)