Fußball: Der Erfolg der Jüchener ist überhaupt nicht verwunderlich

Fußball : Der Erfolg der Jüchener ist überhaupt nicht verwunderlich

Jede Saison etwas besser werden, das wollen Vorstand und Trainer in Jüchen. Daran wird seit einigen Jahren mit viel Geduld gearbeitet, wobei negative Entwicklungen gelassen zur Kenntnis genommen werden, um sie dann sobald wie möglich erfolgreich zu bearbeiten und zu lösen.

So war es keineswegs verwunderlich, dass in Jüchen keine Hektik ausbrach, als die Mannschaft zu Beginn der Rückrunde einige sportliche Tiefschläge zu verkraften hatte. Die Gründe dafür waren schnell gefunden: Der Kader war einfach zu klein. Verletzungen, die sich über Wochen hinzogen, und berufsbedingte Abwesenheiten waren einfach nicht zu verkraften. Doch Jüchen wurde nicht durchgereicht.

"Ich wundere mich, dass wir kaum punkten, aber dennoch weiter oben dabei bleiben", sagte Trainer Georg Krahwinkel. Allmählich hatte er den Kader wieder komplett und schon ging es wieder aufwärts. Der Kreispokal wurde gewonnen und in der Liga war der dritte Platz knapp hinter Holt der verdiente Lohn für unaufgeregtes Arbeiten.

Doch in eine solche Situation will Jüchen nicht noch einmal geraten. Für die kommende Saison wird der Kader deutlich quantitativ und qualitativ verstärkt. Mit Philipp Reichartz (1. FC Mönchengladbach) und Mohamed Chaibi (Odenkirchen 05/07) sowie Michele Fasanelli (Willich) kommen drei Routiniers dazu, die sicherlich dafür sorgen werden, dass Jüchen in allen Mannschaftsteilen noch effektiver agieren kann. Torwart Jan Novakowski (vereinslos) und Manuel Sousa (Wevelinghoven) werden ebenso wie die Jugendlichen Jonas Klamm, Dominik Reinartz, Kevin Yaramis und Sherif Ajagbe ihre Chance erhalten.

Spannend wird die Frage bleiben, ob Odenkirchens Thorben Schmitt nach Jüchen wechselt. Der torgefährliche Mittelfeldspieler scheint mit mehreren Vereinen im Gespräch zu sein. "Wir haben bereits miteinander geredet. Ich sehe das sehr entspannt. Ich warte einfach die Entwicklung ab", sagt Krahwinkel.

Das kann er auch, denn der Kader ist bereits quantitativ und qualitativ bestens besetzt. Dennoch hat er noch einen Wunsch: "Ich hoffe, dass wir zusammen mit den Gladbacher Vereinen in einer Gruppe bleiben. Denn wir haben mehr Kontakt und Berührungspunkte nach Mönchengladbach als nach Neuss."

(RP)