1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: So funktioniert der Kita-Navigator

Mönchengladbach : So funktioniert der Kita-Navigator

Seit Samstag können Eltern im Internet einen passenden Betreuungsplatz im Kindergarten für ihre Kinder finden.

In Düsseldorf, Münster und Grevenbroich gibt es ihn schon, den Kita-Navigator. Ab 1. März sollen auch Eltern aus Mönchengladbach einen Betreuungsplatz für ihre Kinder per Mausklick finden können. Die Zeiten, in denen die Eltern verschiedene Kindergärten besuchen mussten, um die Anmeldung für ihr Kind abzugeben, sollen mit der Einführung des Kita-Navigators vorbei sein. Weil auch die LENA-Gruppen im Navigator angezeigt werden, fällt außerdem die umständliche Anmeldung an unterschiedlichen Stellen weg. Die Stadt erklärt, wie die Suche nach einem Kindergartenplatz im Internet funktioniert.

Wie gehen Eltern vor?

Eltern, die sich über Angebote der Kitas informieren oder ihr Kind für die Betreuung anmelden möchten, haben mehrere Möglichkeiten, die notwendigen Daten im Kita-Navigator abzufragen und einzugeben. Der einfachste Weg ist das Internet. Eltern gelangen entweder über die Webseite direkt auf die Internet-Plattform oder werden von Internetseite der Stadt Mönchengladbach www.moenchengladbach.de auf diesen Link weitergeleitet. Die Erfahrung in anderen Städten zeigt, dass bis zu 80 Prozent der Eltern diesen Weg nutzen.

Was tun Eltern, die keinen Internetzugang haben oder Unterstützung bei der Eingabe wünschen?

Sie können sich direkt an die Leitung der Kindertageseinrichtungen oder an den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, auf der zweiten Etage im Verwaltungsgebäude Aachenerstraße 2 wenden. Für eine telefonische Beratung steht die Koordinierungsstelle beim Fachbereich Kinder, Jugend und Familie unter der Rufnummer 02161 25-3325 zur Verfügung.

Was passiert nach der Anmeldung?

Eltern, die sich für eine oder mehrerer Kindertageseinrichtungen oder LENA-Gruppen interessieren, können ihre Daten im Kita-Navigator hinterlegen und sich damit für einen Betreuungsplatz vormerken lassen. Die Einrichtungen werden über die Vormerkung informiert und setzen sich dann mit den Eltern in Verbindung - je nach Wunsch telefonisch, schriftlich oder per Mail. So können etwa Kennenlerngespräche mit der Einrichtung kurzfristig vereinbart. Im Online-Portal findet jedoch durch die Eltern zunächst nur eine Vormerkung der Anmeldung statt. Eine feste Zusage eines Betreuungsplatzes ist hiermit noch nicht verbunden. Wer von den vorgemerkten Kindern konkret einen Betreuungsvertrag erhält, wird von den Trägern der einzelnen Einrichtungen entschieden. Allerdings werden auch die Platzvergabe sowie der Abschluss eines konkreten Betreuungsvertrages über den Kita-Navigator gesteuert. Die Eltern erhalten über einen passwortgeschützten Bereich einen Überblick über den Stand des Verfahrens von der Vormerkung bis zur Platzvergabe.

Welche Informationen finden die Eltern im Kita-Navigator?

Bisher haben alle Kitas ein Kurzprofil in den Kita-Navigator eingegeben. Die Informationen zu den einzelnen Kitas und LENA-Gruppen sollen bis zum Start des kommenden Kindergartenjahres (August 2014) noch deutlich erweitert werden. So werden Eltern zukünftig über eine "Bildergalerie" und die Beschreibung der Angebote einen umfassenden ersten Eindruck von den jeweiligen Einrichtungen erhalten. Die Kindertageseinrichtungen und LENA-Gruppen werden nach einem einheitlichen Schema übersichtlich vorgestellt. Eltern finden dort schnell alle Informationen zu den vorhandenen Räumlichkeiten, dem Außengelände, zu pädagogischen Schwerpunkten oder besonderen Angeboten.

Was ist der Vorteil für die Träger?

Neben einem zeitgemäßen Anmeldeverfahren bietet der Kita-Navigator für die Träger einen entscheidenden Vorteil: Eltern, die sich für mehrere Einrichtungen angemeldet haben, werden aus dem System herausgenommen, sobald sie eine Zusage erhalten. So bereinigen sich die Wartelisten der einzelnen Einrichtungen automatisch, und freie Plätze können schneller angeboten werden.

Wie gelingt die Einführung des Kita-Navigators?

Ab dem 1. März wird es keine Formulare mehr geben, mit denen Eltern ihr Kind schriftlich für die Betreuung anmelden können. Das bisherige Anmeldeverfahren wird somit vollständig durch eine Anmeldung über den Kita-Navigator ersetzt. Informationsschreiben zum neuen Anmeldeverfahren liegen dann in den Kindertagesstätten aus. Die Träger der Kindertageseinrichtung haben sich zusätzlich darüber verständigt, Ende Februar alle Eltern anzuschreiben, die ihr Kind nach dem bisherigen schriftlichen Verfahren angemeldet haben. Diese Eltern werden gebeten, ihr Kind ab dem 1. März über das Internet-Portal in den Kita-Navigator für die zukünftige Betreuung neu anzumelden. Dies gilt auch für die Eltern, die bereits eine verbindliche schriftliche Anmeldung abgegeben und auch schon Kontakt zu den Leitungen von Kindertageseinrichtungen aufgenommen haben. Nach einer sechswöchigen Frist für die notwendigen Eingaben im Kita-Navigator werden die Plätze dann ab dem 15. April vergeben.

(gap)