Andrew Nolen verlässt das Gemeinschaftstheater: Andrew Nolen verlässt das Theater

Für den „Hamlet“ kehrt er aber als Gast an den Niederrhein zurück.

Er war Don Giovannis schlitzohriger Diener Leporello, sang die Titelrolle in „Die Hochzeit des Figaro“, und er war in Richard Wagners „Lohengrin“ als Heerrufer besetzt: Die Liste der Partien, die der amerikanische Künstler Andrew Nolen seit der Spielzeit 2011/12 am Theater Krefeld und Mönchengladbach gesungen hat, ließe sich noch um einige erweitern. Insgesamt kann er auf 23 Rollen zurückblicken.

Darunter finden sich ebenso viele komische wie tragische Rollen. Nolen beherrscht beide Fächer souverän. Auch in kleineren Formaten überzeugte Andrew Nolen das Publikum: Als Dr. P. in Michael Nymans Kammeroper „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ rührte er mit seiner Darstellung eines an visueller Agnosie erkrankten Sängers, der nach und nach in die Welt des Vergessens entschwindet, zu Tränen. Ebenso eindringlich war seine Darstellung eines Psychiatriepatienten in Kobie van Rensburgs Monteverdi-Projekt „Der seltsame Fall des Claus Grünberg“.

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Nolen gehört zu den Sängern, die nicht nur mit ihrer Stimme begeistern, sondern auch mit ihrem schauspielerischen Können. Regisseurin Helen Malkowsky hat ihm deshalb für „Hamlet“ von Ambroise Thomas gleich eine Mehrfachrolle auf den Leib geschrieben: Als Geist von Hamlets Vater, Totengräber und Hofnarr lenkt und kommentiert er das Geschehen um den tragischen Dänenprinzen mit nur wenigen Tönen, dafür aber mit umso beredteren Gesten und einer faszinierenden körperlichen Präsenz – für diese Inszenierung kehrt der Sänger in der Spielzeit 2018/19 als Gast an den Niederrhein zurück.

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