Mönchengladbach: Drei Kitas in Rheydt schließen sich zu Verbundzentrum zusammen

Mönchengladbach: Drei Kitas in Rheydt schließen sich zu Verbundzentrum zusammen

Die Zertifizierung fand zwar schon im Sommer vergangenen Jahres statt, gefeiert wurde aber erst jetzt: Die drei früheren evangelischen Kindertagesstätten Zwergenburg, Samenkorn und Kleine Arche haben sich zu einem Verbundfamilienzentrum zusammengeschlossen. Das Familienzentrum Samenkorn wurde nach der offiziellen Zertifizierungsfeier mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zudem in Stadtblümchen umbenannt.

"Früher standen bei uns hauptsächlich die Kinder im Mittelpunkt", erklärt Silke Kluß, Mitarbeiterin im Verbund. Das habe sich nun weiterentwickelt. "Jetzt kümmern wir uns auch um das Umfeld, also die Familie des Kindes." Um die Familien mit dem neuen Konzept vertraut zu machen, wurden nun die Pforten des Verbundes geöffnet und ins Ernst-Christoffel-Haus eingeladen. Neben einem Currywurst-Stand wurde das Spielmobil für den Tag der offenen Tür gebucht, so dass die vielen Kinder auch ordentlich Spaß haben konnten. Außerdem kam das Kinderlieder-Theater Lila Lindwurm zu Besuch und lud die Kinder zum kräftigen Mitmachen, Mitsingen und Mitspielen ein.

Die Vorlesestunde in gleich fünf Sprachen soll vor allem auch einen Schritt auf Migrantenfamilien zumachen, so Kluß. "Es wurden Bücher in fünf verschiedenen Sprachen vorgelesen. Auf Polnisch, Russisch, Türkisch, Englisch und natürlich auch auf Deutsch. Auch eine Bastelecke stand für die kreative Beschäftigung bereit.

"Das Angebot ist aber nicht nur am Tag der offenen Tür vielseitig", betonte Kluß. Demnach habe sich jede Einrichtung verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Die Zwergenburg kümmert sich beispielsweise in besonderer Art und Weise um Inklusion von Migrantenkindern, Beratung in Sachen körperliche Bewegung sowie Ernährungs- und Erziehungsfragen. In der Kleinen Arche werden Familien in Kindertagespflege und Kinderschutz sowie Familienbildung von professionellen Pädagogen betreut. Das Stadtblümchen hat den Schwerpunkt Sprache und interkulturelle Öffnung. "Man kann bei Problemen innerhalb der eigenen Familie auch von außen an uns herantreten", erklärte Kluß. Man müsse nicht Teil der evangelischen Verbundszentren sein.

Die Zusammenarbeit sei aber bereits vor der Zusammenführung sehr gut gewesen. "Wir kannten uns ja vorher alle gut. Bei Problemen, die man selber nicht direkt lösen konnte, hat man dann einfach an die Kollegen aus den anderen Einrichtungen verwiesen." Diese Teamarbeit wird nun unter offiziellem Titel fortgesetzt.

(RP)