Voosen : Das Gotteshäuschen

Das zentrale Bauwerk in Voosen ist ein Kleinod. Eine Kapelle mit einer kleinen Kirchbank, zehn Stühlen, einem besonderen Altar und Figuren der Schutzpatronin, der Heiligen Agatha.

Einmal im Jahr feiern 20 Voosener — mehr geht nicht — eine Messe in ihrer Kapelle. Es hat eben einen Grund, warum Voosen bei der Tour zum Tag des offenen Denkmals in den vergangenen drei Jahren jeweils Etappe war. Wenn die Touristen ankommen, dann erwartet sie Walter Ormanns. Und er erzählt ihnen die Geschichte der Kapelle.

In Köln wurde die Kapelle zum ersten Mal im Jahr 1857 erwähnt. Damals stand sie noch auf zwei verschiedenen Grundstücken. Und das bei ihrer ziemlich kleinen Größe. 1989 entdeckte man in einer Scheune einen alten Altar wieder, den vor dem Krieg dort versteckt worden war. Handwerker aus dem Dorf restaurierten ihn und stellten ihn in der Kapelle auf. Doch das Gotteshäuschen war in Gefahr: Wasser machte dem Fundament immer mehr zu schaffen und das Kleinod, das die Voosener so sehr lieben, drohte unbrauchbar zu werden. Das geht nicht, sagte die Interessengemeinschaft, die für die Kapelle seit 1973 zuständig ist.

Doch die Rettung der Kapelle sollte nach Auskunft eines Bauunternehmers zwischen 4500 und 6000 Euro kosten. Die Gemeinschaft suchte nach Hilfe, doch nirgendwo gab es Geld für die Sanierung der Kapelle. Also legten die Voosener selbst los.

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Die Interessengemeinschaft sammelte in Voosen Geld für die Sanierung. Die 1600 Euro, die für das Material nötig waren, kamen so zusammen. In 250 Arbeitsstunden legten die Voosener nun selbst Hand an, damit das Häuschen 2006 wieder eröffnet werden konnte. Seitdem pflegen Margret Esser und Renate Dreßen die Kapelle.

(RP)