Erkrath: SPD-Erkrath: Nominierung für Bürgermeisteramt vertagt

Erkrath : SPD-Erkrath: Nominierung für Bürgermeisteramt vertagt

Die Erkrather SPD hat auf ihrer Mitgliederversammlung am Samstag keinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im September 2015 gewählt. Völlig überraschend hatte Ratsmitglied Sabine van de Griend-Lahnstein ihre Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Die Nachricht erreichte die SPD-Mitglieder erst am Freitagnachmittag.

"Sabine Lahnsteins Erkrankung ermöglicht es ihr in absehbarer Zeit nicht, sich für die Wahl des Spitzenplatzes zur Verfügung zu stellen", erklärte Stadtverbandsvorsitzender Klaus Przybilla. Zwar steht mit Fraktionsvorsitzendem Detlef Ehlert ein zweiter Kandidat in den Startlöchern, doch wolle man "aus Gründen der Fairness unserer Genossin Sabine Lahnstein nicht die Tür vor der Nase zuschlagen."

Detlef Ehlert selbst war es, der vorgeschlagen hatte, die Auseinandersetzung um die Bürgermeisterkandidatur von der Tagesordnung zu nehmen. Damit ist wieder alles offen. Ob Lahnstein im Falle einer Genesung erneut kandidiert, steht nicht fest. Bliebe Ehlert der einzige Kandidat, müsste auch er erst offiziell von seinen Parteigenossen nominiert werden.

Doch das Datum dieser Entscheidung rückt nun — in Rücksichtnahme auf Lahnstein — in weite Ferne. Vom Herbst war bei der Versammlung die Rede, oder gar erst im Frühjahr 2015. Stattdessen konzentrieren sich die Sozialdemokraten nun voll auf die Kommunalwahl am 25. Mai. 20 Stadtratskandidatinnen und -kandidaten für die neu strukturierten Wahlkreise wurden gewählt, "darunter viele neue Gesichter", wie Przybilla hervorhob. Auch Sabine Lahnstein wird für einen Sitz kandidieren.

Jüngster Anwärter ist der 22-jährige Student Jan Pfeifer, der zurzeit noch ein Auslandssemester in Finnland absolviert. Angeführt wird das Wahlkampfteam von Detlef Ehlert unter dem Leitmotiv "Kompetenz, Führung, Kommunikation - Brücken bauen".

Im Zentrum des Programms stehen die Schaffung preiswerten Wohnraums, der Ausbau der Ganztagsbetreuung und des Einsatzes regenerativer Energien und eine sinnvolle Ordnung der Schullandschaft. "Wir möchten das von Bürgern und Fachleuten mühevoll erarbeitete Stadtentwicklungskonzept ,Gemeinsam Zukunft nachhaltig gestalten' durchsetzen", sagte Ehlert motiviert.

(RP)