Mettmann: Freiheitstraße: Bauarbeiten beginnen

Mettmann : Freiheitstraße: Bauarbeiten beginnen

Zunächst werden diejenigen Bäume gefällt, die nicht mehr umgesetzt werden können. Die Bauzeit beträgt 20 Monate.

Die Straße am Königshof ist bereits "herausgeputzt", nun soll auch die Freiheitstraße ein neues Gesicht bekommen. Neues Pflaster, frisches Grün, mehr Licht und neue Bänke sollen alles offener und freundlicher wirken lassen. "Wir orientieren uns dabei an der Gestaltung der Straße am Königshof. Alle Kunstobjekte bleiben allerdings erhalten. Nur den Löffelschleifer werden wir ein Stück versetzen", sagte Stephan Kopp bei der Präsentation des Strategieplans im Ratssaal. Als ersten Schritt kündigte der Abteilungsleiter des Baubereichs an, alle Bäume zu fällen, die sich nicht umsetzen ließen. "Damit beginnen wir noch im Februar."

Anschließend folgt die Sanierung der Hausanschlüsse, bevor neue Wasser- und Gasleitungen in den Boden eingezogen werden, denn die Straße bekommt über- und unterirdisch eine Rundumerneuerung. Für die Erdarbeiten ist ein Zeitraum von März bis Dezember vorgesehen, in dem die Baustelle stückweise die Fußgängerzone nach oben wandert. "Es soll alles eng ineinandergreifen. Wenn ein Abschnitt früher fertig ist, machen wir direkt dort weiter", sagte Stephan Kopp und versprach den zahlreichen Geschäftsleuten im Publikum, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten zu wollen.

Gleichzeitig musste er eingestehen, dass der Ablaufplan, der einen Abschluss aller Arbeiten für Ende September kommenden Jahres vorsieht, kein belastbares Gerüst ist. "Es steht noch keine Firma fest, wir müssen alles erst noch ausschreiben. Da sind bisher nur unsere Vorgaben", sagte Kopp. Wie die Stadt mögliche Abweichungen bekannt geben werde, sei noch offen. Bis der letzte Pflasterstein an seinem Platz ist, sollen 20 Monate vergehen. Rund 2,2 Millionen Euro muss der Kämmerer für Sanierung und Verschönerung der Freiheitstraße bereitstellen.

Die Anwohner sind jedoch verpflichtet, einen Teil der Kosten mitzutragen. Einige wollten konkret wissen, auf welche Beträge sie sich einrichten müssten. "Das ist im Vorfeld schwierig zu kalkulieren, denn in die Berechnung fließen Fläche, Geschossigkeit und die realen Baukosten mit ein", betonte Stephan Kopp. Ganz grob gehe er von 400 000 Euro aus, die sich auf 80 Einheiten verteilten. "Das wären dann ungefähr 5000 Euro. Doch das ist nur eine grobe Schätzung." Bürgermeisterkandidatin Andrea Rottmann von der SPD wandte ein, dass reine Verschönerungsmaßnahmen nicht umlagefähig seien. "Die Umlage betrifft nur den kompletten Umbau, und das berücksichtigen wir bei unseren Berechnungen auch", betonte Stephan Kopp. Geschäftsfrau Elke Speck-Preuß regte als Verantwortliche für die Weihnachtsbeleuchtung an, bei der Installation der neuen Laternen einen Anschluss für die Lichterketten zu berücksichtigen. "Denn das Verlegen der Leitungen ist jedes Jahr sehr aufwendig und es gibt entsprechende Modelle mit einem zusätzlichen Stromanschluss."

Kopp kündigte an, den Vorschlag mit dem Partner RWE zu besprechen und bei einem Ortstermin Einzelheiten zu erörtern.

(RP)
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