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Basketball: Hildener Basketballer erkämpfen überraschenden Sieg in Rhöndorf

Basketball : Hildener Basketballer erkämpfen überraschenden Sieg in Rhöndorf

Die Mannschaft von Cem Karal überholt damit in der 2. Regionalliga die Bonner Bundesliga-Reserve. Teamgeist und Einsatzfreude sind die Trümpfe.

TuS Rhöndorf II - TuS Hilden 72:80 (39:40). Ein unerwarteter Sieg für die Hildener. Unerwartet deshalb, da durch die kurzfristigen Ausfälle von Jörg Holtz und Ahmed Kaichouhi nur sieben Spieler am Freitagabend die Reise nach Rhöndorf antraten. "Solch eine Partie kannst du gegen eine junge und dynamische Truppe wie Rhöndorf nur mit der richtigen Einstellung und viel Teamgeist gewinnen. Und genau das haben wir vorbildlich umgesetzt", freute sich Cem Karal über nicht einkalkulierte Punkte.

Der Start verlief holprig. Die Gäste schienen in Gedanken noch bei der Anfahrt auf der Autobahn, lagen trotz des Dreiers von Michael Kuligowski zum 3:4 nach fünf Minuten 3:11 und am Ende des ersten Viertels mit 12:17 hinten. Im zweiten Durchgang kämpfte sich der TuS nach und nach heran. "Wir haben die Power der Rhöndorfer mit kontrollierten Offensivaktionen kompensieren können", sagte Karal. Björn Klaas brachte die Gäste mit 28:27 (17.) erstmals in Führung. Wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene unterband Lennart Klever einen Verzweiflungswurf der Rhöndorfer mit einem unnötigen Foul. Mit den drei verwandelten Freiwürfen waren die Dragons wieder im Geschäft.

In der Pause hatte Karal Redebedarf mit dem zu ungestüm zu Werke gehenden Klever - und der hörte genau zu, zählte im entscheidenden vierten Viertel gemeinsam mit Karal (beide neun Punkte) zu den Sieggaranten. Die Hildener starteten mit einem 6:0-Lauf in die zweite Spielhälfte, führten nach 26 Minuten 52:41. Doch die Einheimischen ließen sich nicht abschütteln, machten ihrerseits fünf Zähler in Folge. Und ließen sich durch die acht Punkten hintereinander von Klever (4), den mit acht Rebounds überzeugenden Center Hendrik Merckens und Marten Dahlhaus ebenfalls nicht beeindrucken.

Dem 48:60-Rückstand nach 30 Minuten ließ Rhöndorf einen 10:0-Lauf folgen. Die Begegnung stand auf des Messers Schneide. Wie reagierte der Aufsteiger? Eindrucksvoll, denn trotz der Minibesetzung bewies das Team Moral und taktisches Geschick. "Wir haben meistens in der Zone verteidigt, konnten uns so die Kräfte gut einteilen. Dazu hatten wir eine starke Freiwurfquote, haben bei 25 Versuchen 21 Mal getroffen", analysierte Karal. Der Spielertrainer, dessen Rückenprobleme noch nicht ganz auskuriert sind, ging mit gutem Beispiel voran, erhöhte im Alleingang wieder auf 64:58 (34.) und hatte dann ebenso wie Lennart Klever mit vier Punkten entscheidenden Anteil am 9:0-Punkte-Lauf und der 73:61Führung (37.). Erneut blieb der Gegner die Antwort nicht lange schuldig, verkürzte auf 73:67. Aber die Zeit lief Rhöndorf davon. Und als dann Björn Klaas seine starke Vorstellung mit einem mutigen Wurf zum 78:71 krönte, war das die Vorentscheidung.

"Auf diese kompakte Teamleistung können wir stolz sein. Wir haben klug gespielt, die Angriffe nicht zu früh abgeschlossen und so Fastbreaks der flinken Rhöndorfer meist verhindert", kommentierte Cem Karal. Dessen Gegenüber Christian Mehrens lobte indirekt: "Hilden war heute ein unangenehmer und schwer zu spielender Gegner." Ein treffendes Fazit, konnten sich doch dessen Leistungsträger, Spielmacher Kristops Reksna (12 Punkte) und Center Keluba Ekoemeye (15), nicht wie gewohnt in Szene setzen.

TuS Hilden: Klaas (20), Merckens (12), Karal (15), Klever (16), Dahlhaus (2), Kondraciewicz (10), Kuligowski (5).

(ER)