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Volleyball: Hildener wehren den Moerser Angriff ab

Volleyball : Hildener wehren den Moerser Angriff ab

In der Volleyball-Verbandsliga zeigen die Routiniers im Team von Martin Leppich den jungen Kontrahenten die Grenzen auf und machen damit einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Bester HAT-Akteur ist Freddy Schmidt.

Hildener AT - Moerser SC II 3:1 (22:25, 25:20, 25:15, 25:18). Ein verspätetes Geschenk zum 53. Geburtstag vier Tage zuvor machten die HAT-Volleyballer ihrem Trainer Martin Leppich. Der Übungsleiter konnte in der Verbandsliga-Partie personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur Routinier Volker Hütz (Knieverletzung) fehlte. "Endlich konnten wir wieder auf bestimmte Spielsituationen reagieren und notwendige Aufstellungswechsel vornehmen. Das war ja in den Begegnungen zuvor aufgrund unserer knappen Besetzung nicht möglich", erklärte Leppich.

Moers, mit nur neun Akteuren angereist - unter anderem mit einem Zuspieler aus der dritten Mannschaft (Bezirksliga) -, begann vielversprechend. Mit den besten Vorsätzen ins Spiel gegangen, vermochten die Einheimischen ihren Matchplan trotz der zwischenzeitlichen 13:11-Führung zunächst nicht durchzusetzen. "In der zweiten Hälfte des ersten Satzes unterliefen uns viele Fehler ohne Not. Damit haben wir es dem Gegner leicht gemacht", kommentierte Leppich die Wende. Der HAT-Coach reagierte, beorderte Adrian Schoben aus dem Außenangriff (für Jan Garbe-Immel) auf seine angestammte Zuspieler-Position. Ewout Bosman, der seine Rippenprellung weitgehend auskuriert hatte, kam für Thomas Neumann im Mittelangriff. Veränderungen, die sich letztlich positiv niederschlugen.

Lange Zeit verlief auch Durchgang zwei über die Zwischenstände 11:11 und 18:18 ausgeglichen, bis die Hildener sich absetzten und den Gleichstand schafften. "Der Satzausgleich war ganz wichtig, weil meine Mannschaft gesehen hat, dass es bei entsprechender Konzentration doch geht. Wir haben versucht, weniger Fehler zu machen und die spektakulären Schläge außen vor zu lassen. Das hat funktioniert", erklärte Leppich später die entscheidende Spielphase.

Im dritten Abschnitt spielten die Hildener sichtlich befreiter auf, hielten die Gäste über 8:5 und 18:11 auf Distanz. Eine klasse Leistung rief der für Niklas Pfersdorf am Ende des zweiten Satzes als Diagonalspieler eingewechselte Freddy Schmidt ab. "Das war heute Freddys Tag. Er hat sich stark präsentiert und entscheidenden Anteil am Erfolg", lobte Leppich hinterher.

Der Coach machte seinen Spielern vor dem vierten Satz klar, weiterhin konsequent das eigene Ding durchzuziehen. Die jungen Moerser, die nahezu komplett in der höchsten westdeutlichen U 20-Klasse, der NRW-Liga, auflaufen, gaben sich indes noch nicht geschlagen. Erst nach dem 10:10 vermochten die Hildener der Begegnung nachhaltig ihren Stempel aufzudrücken, ließen die phasenweise ungestüm angreifenden Gäste die Fehler machen. Über 15:11 und 19:15 stand am Ende der Satzgewinn und der sechste Saisonsieg auf der Anzeigetafel.

Da war dann auch wieder der jetzt seine Sache besser erledigende Pfersdorf auf dem Feld. Der 17-Jährige, der mit einer zusätzlichen Spielberechtigung für die U 20 des FC Junkersdorf aus Köln in der NRW-Liga unter anderem gegen Moers aufläuft, hatte sich gerade für diesen Vergleich viel vorgenommen, anfangs aber nicht den besten Tag erwischt. "Jetzt können wir den letzten vier Meisterschaftsspielen gelassener entgegensehen. Wir haben nicht nur den Vorsprung gegenüber Moers auf dem direkten Abstiegsplatz vergrößert, sondern uns auch ein Polster zum Relegationsplatz verschafft, den die SG Solingen/Langenfeld belegt", zog Leppich zufrieden Bilanz.

(ER)