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Meerbusch: Meerbusch: "extrem bildungsorientiert"

Meerbusch : Meerbusch: "extrem bildungsorientiert"

Schuldezernentin Angelika Mielke-Westerlage sieht die Ergebnisse des Lernatlasses für den Rhein-Kreis als nicht repräsentativ für Meerbusch an. Im Gegenteil: Die Statistiken des Schulministeriums und von IT NRW – bezogen auf Bildung und durch Schüler erworbene Abschlüsse – zeigten, dass Meerbusch extrem bildungsorientiert sei.

Sie belegt das mit Zahlen:

Im Schuljahr 2010/11 wechselten lediglich 3,7 Prozent der Meerbuscher Grundschüler von der 4. Klasse in die Hauptschule, landesweit waren dies 12,3 Prozent, kreisweit immer noch 9,5 Prozent.

17,7 Prozent der Meerbuscher Schüler besuchten nach der Grundschule eine Realschule (zum Vergleich Kreis 27,1, Land 28,4 Prozent), und 59,4 Prozent wechselten zum Gymnasium (zum Vergleich Kreis 48,1, Land 39,3 Prozent).

Im laufenden Schuljahr wechselten sogar zwei von drei Meerbuscher Grundschulabgängern an ein Gymnasium (67 Prozent).

Der Lernerfolg sei ebenfalls durch den Schulabschluss belegt: Nur 2,2 Prozent der Meerbuscher Jungen und Mädchen verlassen die Schule ohne einen Hauptschulabschluss (landesweit sind es 6,11 Prozent). 42,8 Prozent der Meerbuscher Schüler haben die Hochschulreife erworben, Tendenz steigend (landesweit sind es mit 30,7 Prozent deutlich weniger).

"Abgesehen von der Tatsache, dass das "Lernklima" eine empirisch nur sehr schwer zu messende Größe ist, möchte ich darauf hinweisen, dass die Stadt in Substanz und Infrastruktur ihrer Schulen (etwa die Schulmensen) in den vergangenen Jahren rund vier Millionen Euro investiert hat", so die Schuldezernentin.

Das steigere die Aufenthaltsqualität in den Schulen und trage zu einem positiven Lernklima bei. Im Rahmen des Meerbuscher IT-Konzepts, das Grund- und weiterführende Schule erfasse, sei die Ausstattung der Schulen mit modernen Medien, Lehr- und Lernmitteln "auf sehr guten Stand gebracht worden".

Angelika Mielke-Westerlage zieht das Fazit: "Wir haben das Glück, in Meerbusch durchweg über sehr engagierte Schulleiter und Lehrerkollegien zu verfügen. Auch dies trägt zu den belegt guten Lernerfolgen an unseren Schulen bei". Insofern könne sie die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie – zumindest für die Bildungslandschaft in Meerbusch – nicht nachvollziehen.

(RP/rl)