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Lokalsport: TuS 82 zwischen Hoffnung und Hiobsbotschaft

Lokalsport : TuS 82 zwischen Hoffnung und Hiobsbotschaft

In der Basketball-Oberliga steht Opladen unter Druck. Jan Helmig wird nicht mehr helfen können - er erlitt einen Kreuzbandriss.

Die beiden noch ausstehenden Partien in der Basketball-Oberliga bis zur Winterpause seien "sehr wichtig und richtungsweisend", betont Opladens Coach Sven Klesper. Eigentlich hatte er vor dem Jahresendspurt drei Siege gefordert, aber letzte Woche in Bonn gab es nichts Zählbares - und so stecken die 82er endgültig im Abstiegskampf. Nur der etwas bessere Vergleich mit Königsdorf hält sie über dem Strich.

Heute (Schlehahn-Halle, 19 Uhr) geht es gegen Das Schlusslicht Hürther BC. Klesper muss die Bedeutung dieses Spiels nicht hervorheben. Trotz der schwachen Ausbeute von vier Punkten aus acht Spielen gibt es Lichtblicke für Opladen: Die beiden nachträglich geholten Chris Fröhlingsdorf und Renè Lesser haben bereits angedeutet, welchen Zuwachs an Erfahrung und Qualität sie mitbringen. "Beide werden uns extrem weiterhelfen, aber wir müssen sie noch mehr in unser Spiel integrieren - und das braucht Zeit", sagt Klesper.

Davon haben die 82er entsprechend ihrer derzeitigen sportlichen Situation aber wenig. Eine Hiobsbotschaft gibt es von Jan Helmig. Die Knieverletzung aus dem Spiel gegen Südwest Köln entpuppte sich als Kreuzbandriss. Seine Saison ist damit beendet.

Die zweite Mannschaft der Bayer Giants kann dem Nachbarn aus Opladen heute Schützenhilfe leisten. Jacques Schneiders Team reist als klarer Favorit zum Spiel nach Königsdorf. Allerdings haben sich die jungen Riesen gegen Mannschaften aus dem Keller diese Saison auswärts auch schon zwei Aussetzer geleistet. "Natürlich waren diese Niederlagen vermeidbar, aber wir haben hier auch immer das große Ganze im Blick", betont der Coach. "Meine Spieler entwickeln sich individuell und als Team immer weiter. Von daher sind wir auf jeden Fall im Soll." Für ganz oben wird es vermutlich nicht mehr reichen, vermutet der Trainer der Giants - aber alle anderen Ziele könne sein Team immer noch schaffen.

Dass es für Platz eins wohl nicht mehr langen wird, liegt in erster Linie an den konstant starken Leistungen des Platzhalters. Fast-Break stürmt seit Beginn der Spielzeit geradezu durch die Oberliga. 89,5 Punkte erzielt das Team von Thomas Pimperl im Schnitt pro Partie. Einzig Südwest Köln kann derzeit Schritt halten - und mit Abstrichen auch der Tabellendritte BG Aachen. Letztere sind heute (Sporthalle Steinbüchel-West, 20 Uhr) zu Gast. Die Aachener sind gut drauf und holten zuletzt drei Siege. Doch angesichts der jüngsten Demonstration des Spitzenreiters gegen Neunkirchen, käme das Ende des Steinbücheler Höhenflugs doch überraschend. Pimperl hat dennoch viel Respekt vor den Domstädtern: "Wir sind für die nächste schwere Schlacht bereit. Die Möglichkeit, die Aachener auf drei Spiele Abstand zu bringen, wollen wir nutzen, aber diese Defensive zu knacken, wird bestimmt nicht einfach."

(sl)