Basketball-Highlight: "Lasst die Jungs einfach spielen und Spaß haben"

Basketball-Highlight: "Lasst die Jungs einfach spielen und Spaß haben"

Heute kämpfen die Korbjäger des Gymnasiums Leichlingen um den Einzug zum Turnier der Landesbesten.

Leichlingen Das Gefühl konnten sie gestern noch genau beschreiben: als der scheinbar übermächtige Gegner vom Basketball-Internat Hagerhof in den Schlusssekunden die letzten zwei Freiwürfe vergab, das Spiel verlor - und in der Sporthalle rund 150 Zuschauer einfach nur noch still sitzen blieben. Mit Ausnahme der Hand voll Leichlinger natürlich. So etwas - da sind sich Johannes Eret, Julian Froehlich, Tim Lorenz, Jesse und Anton Haberland, Fabian Krotz, Christos Poulis, Julius Schulz, Bjarne Uiterwyk und Joshua Wolff mit ihrem Sportlehrer Klaus Worms vollkommen einig - wird es heute in Leichlingen nicht geben.

"Wir reißen auf jeden Fall eine riesige Party ab, schließlich haben wir schon jetzt so viel erreicht, wie uns niemand zugetraut hatte", sagte Worms, der nichts schlimmer findet, als wenn nach einem packenden Finale die Zweitplatzierten wie die begossenen Pudel zur Siegerehrung schreiten und sich lustlos ihre Medaille abholen: "Was ist das für eine Einstellung?", fragt er kopfschüttelnd. Seine zehn Jungs von der Basketball AG ihrer Altersstufe am Gymnasium sehen das ähnlich, beschäftigen sich heute aber lieber mit anderen Gedanken: dem Einzug in die Finalrunde auf Landesebene beispielsweise.

Der ist nämlich zum Greifen nah, sofern die letzten drei Gegner heute ab 13 Uhr (Einlass 12 Uhr, Eröffnung 12.30 Uhr) noch ausgeschaltet werden können. Betreuer Worms und Coach Carsten Haberland werden alles unternehmen, damit ihr Team heute den Hammer am Hammer schafft - hoffentlich unterstützt von mindestens 100 Zuschauern. Es gibt ein professionelles Catering im Eingangsbereich, einen Showblock der Kategorie "Gym" (mehr wird noch nicht verraten) sowie jede Menge Sport.

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Wer die Truppe gestern beim Medientermin erlebte, wurde unwillkürlich an das alte Musketiere-Motor erinnert: einer für alle, alle für einen. Auf die Frage, worauf das Team seinen Erfolg zurückführe, kam es unisono: auf Julian. Der stand am Wochenende in seiner Jugendklasse in der Bundesliga auf dem Parkett - mit den ART Giants Düsseldorf spielte er in Bamberg. Jesse Haberland und Tim Lorenz traten mit den Bayer Giants ebenfalls in der Bundesliga bei Medi Bayreuth an.

Die drei wiederum wissen, dass nicht sie gewinnen, sondern das ganze Team. Also ein Rat an alle Erwachsenen heute: Lasst die Jungs einfach spielen und Spaß haben. Die wissen schon, was sie tun.

(RP)
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