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Hückelhoven: Festes Dach für die Jugend

Hückelhoven : Festes Dach für die Jugend

Das Bauwagenprojekt „Ab-hänger“ kommt bei der Millicher Jugend an. Allerdings sind die Raumverhältnisse sehr begrenzt und stellen bei schlechtem Wetter ein Problem dar. Jetzt ist eine Lösung in Sicht.

Die Millicher Jugend erhält einen neuen Treffpunkt. Dies beschloss der Jugendhilfeausschuss, dem zuvor Hintergründe und das Konzept vorgestellt wurden.

Demnach war die soziale Infrastruktur vor allem im Hinblick auf Freizeitangebote für Jugendliche im Ortsteil Millich, der durch das Neubaugebiet stark gewachsen ist, zunächst unzureichend. Abhilfe sollten unter anderem die Neugestaltung des Spielplatzes, ein Basketballplatz und Ferienspiele schaffen. Vor rund zwei Jahren kam das Bauwagen-Projekt „Ab-hänger“ als Treffpunkt für Kinder und Jugendliche hinzu.

Annette Peters, die seit einem Jahr dieses Projekt betreut, schilderte dem Ausschuss, dass der Bauwagen von rund 20 bis 30 Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis 18 Jahren besucht wird. Allerdings sei der Platz im Bauwagen vor allem bei schlechtem Wetter und im Winter sehr beengt. Zwar gebe es noch einen Unterstand, der besonders bei den Älteren beliebt sei, doch berge er Konfliktpotenzial mit Anwohnern. Kurz gesagt: Die Jugendlichen in Millich wünschten sich mehr Raum.

Ein Wunsch, den die Verwaltung nachvollziehen konnte, denn das Angebot des Bauwagens werde gut angenommen. Die offene Jugendarbeit sei hier ausbaufähig und trage zur Identifikation mit dem Ort bei. Also machte sich die Stadt auf die Suche nach Räumlichkeiten, was sich als äußerst schwierig gestaltete, wie die Verwaltung erläuterte. Dann aber habe man mit der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Übergangsheim an der Schaufenberger Straße eine Lösung gefunden. Für rund 25 000 Euro könnten dort die rund 50 Quadratmeter große Wohnung saniert, umgebaut und eingerichtet werden. Auch der Bauwagen soll von seinem jetzigen Standort zum Übergangsheim umziehen.

Die inhaltliche und pädagogische Arbeit vor Ort übernehmen Mitarbeiter der evangelischen Träger der offenen Jugendarbeit in Hückelhoven. Dazu erläuterte Georg Nebel vom Jugendreferat des Kirchenkreises Jülich, dass die Eltern und Millicher gleich von Beginn an für das Projekt Jugendtreff begeistert werden sollen. Es sei ihm durchaus klar, versicherte Nebel, dass es dabei Rückschläge geben werde. Doch bereits jetzt seien nach ersten Gesprächen positive Rückmeldungen gekommen. Neben dem Bauwagen werde auch der Unterstand zum neuen Treff umziehen.

Von dienstags bis freitags und alle 14 Tage auch samstags soll der Jugendtreff geöffnet werden. An den übrigen Samstagen hat entweder das Jugendheim in Schaufenberg oder das Hückelhovener Rainbow geöffnet.

(RP)