Krefeld: Krefelds Lehrer werden jünger

Krefeld : Krefelds Lehrer werden jünger

Krefelds Lehrerschaft wird immer jünger: Im Durchschnitt sind die 2125 Pädagogen in der Seidenstadt 45,8 Jahre alt. Vor sechs Jahren lag das Mittel noch bei 47,3 Jahren. Vor allem die Gruppe der Lehrer unter 35 ist deutlich um 124 Personen gestiegen. Drei von vier Pädagogen sind Frauen.

Frauen sind in der Krefelder Lehrerschaft - wie in allen Kommunen - deutlich in der Überzahl und im Übrigen auch im Mittel durchweg in allen Schulformen jünger als ihre männlichen Kollegen. Daran hat sich auch in den zurückliegenden sechs Jahren nichts geändert. Die 1602 Lehrerinnen in Krefeld sind im Durchschnitt 45,3 Jahre alt, die 523 Männer 47,5 Jahre alt - macht zusammen einen Altersdurchschnitt von 45,8 Jahren. Das ist 18 Monate jünger als im Schuljahr 2011/2012.

Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) lieferte diese und andere Auswertungen über hauptamtliche und hauptberufliche Lehrer an allgemeinbildenden Schulen. Demnach hat sich die Zahl der Pädagogen an den Krefelder Schulen im erwähnten Zeitraum nicht verändert: 2011/2012 waren 2125 an den allgemeinbildenden Einrichtungen der Seidenstadt beschäftigt, 2016/2017 war es genau die selbe Zahl. Auch das Verhältnis der Geschlechter hat sich nicht groß geändert. Der Männeranteil sank von 27,4 auf 24,6 Prozent.

Die jüngsten Kräfte unterrichten an den Gymnasien, die ältesten an den Hauptschulen. Vor sechs Jahren war das noch anders. Da lehrten die Jüngsten an den Förderschulen und die Ältesten an der Freien Waldorfschule.

Die meisten Lehrer in der Seidenstadt sind in den Grundschulen tätig: 522. An zweiter Stelle rangieren die Gymnasien mit 520, gefolgt von den Gesamtschulen mit 425, den Förderschulen mit 314 und den Realschulen mit 183.

Sechs Jahre zuvor war die Reihenfolge eine andere: An Gymnasien unterrichteten 542 hauptamtliche Lehrer, an den Grundschulen 502. Es folgten Gesamtschulen mit 327, Förderschulen mit 315, Realschulen mit 194 und Hauptschulen mit 185.

Gemessen an den Lehrerstellen sind die Gesamtschulen eindeutiger Gewinner der Entwicklung. Heute unterrichten in Krefeld dort 98 Pädagogen mehr als vor sechs Jahren, an den Grundschulen sind es 20 mehr. Verlierer ist die Hauptschule mit minus 88. An Gymnasien sind es 22 Lehrer weniger als im Schuljahr 2011/2012, an Realschulen elf und einer an Förderschulen.

Das Durchschnittsalter der 157.970 hauptamtlichen und hauptberuflichen Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in NRW lag im Schuljahr 2016/17 bei 45,2 Jahren. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des gestrigen Weltbildungstages mitteilt, waren Lehrkräfte damit durchschnittlich eineinhalb Jahre jünger als sechs Jahre zuvor (Schuljahr 2011/12: 46,7 Jahre).

Im Vergleich zu 2011/12 gab es im Schuljahr 2016/17 insbesondere bei den unter 50-jährigen Lehrkräften Zuwächse: Bei den unter 35-Jährigen stieg der Anteil der Lehrkräfte an der gesamten Lehrerschaft von 18,3 auf 22,8 Prozent und in der Altersgruppe der 35- bis 49-Jährigen von 34,6 auf 39,9 Prozent. Bei den über 49-Jährigen war hingegen ein Rückgang des Anteils von 47,1 auf 37,3 Prozent zu verzeichnen.

Lehrerinnen waren im Schuljahr 2016/17 mit 44,7 Jahren knapp zwei Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen mit 46,6 Jahren. Die jüngsten Lehrkräfte hatten die Gemeinschaftsschule (40,5 Jahre), die Primus-Schule (40,7 Jahre) sowie die Sekundarschule (42,5 Jahre).

Die Pädagogen an Grundschulen waren im Schnitt 43,8 Jahre, an Gymnasien 44,3 Jahre, an Gesamtschulen 45,4 Jahre, an Realschulen 47,6 und an Hauptschulen 49,4 Jahre alt.

(sti)