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Krefeld: Kasernen als Flüchtlingsheim im Gespräch

Krefeld : Kasernen als Flüchtlingsheim im Gespräch

Die Stadtverwaltung hat vor der Entscheidung, die Don-Bosco-Schule im Südbezirk zum Übergangsheim für Flüchtlinge zu machen, andere Standorte in Erwägung gezogen. Wie aus einem Bericht für den gestrigen Sozialausschuss hervorgeht, fragte die Stadt bei der Bundesimmobilienanstalt auch wegen der Kasernen Forstwald und Kempener Allee an.

Nach Informationen unserer Redaktion war zudem in der Verwaltung in der Diskussion, ein Altenheim an der Westparkstraße zum Flüchtlingsheim umzubauen - der Standort hätte gegenüber der Schule den Vorteil vorhandener Räume gehabt.

Der Standort soll aber verwaltungsintern nicht durchsetzbar gewesen sein, heißt es. Die Bundesimmobilienanstalt lehnte diesen Wunsch ab, die Kaserne Forstwald sei baulich mangelhaft, teilweise mit Altlasten kontaminiert, deshalb ungeeignet. Die Kaserne Kempener Allee sei im Stadium fortgeschrittener Vermarktung.

Der am Donnerstag vorgelegte Bericht im Sozialausschuss ist ein Warnruf der Stadt. 590 Flüchtlings-Betten hat die Stadt in Heimen und Wohnungen. Bis zum Jahresende rechnet sie mit 200 neuen Flüchtlingen. Nur noch zehn Betten stehen jetzt laut Stadt zur Verfügung.

Wenig Erfolg hat offenbar auch der derzeitige Versuch, Private als Vermieter für Flüchtlinge anzuwerben. Immobilienmakler, die von der Stadt mit der Wohnungssuche beauftragt wurden, lehnten diesen Auftrag laut Bericht durchweg ab.

Die Umwidmung der Don-Bosco-Schule soll kein Dauerzustand werden. Die Stadtverwaltung denkt über die Anschaffung von Container-Wohnanlagen nach und sucht nach geeigneten Flächen, die über Versorgungsanschlüsse verfügen. Die Nachfrage nach solchen Containern ist derzeit aber sehr hoch.

(sep)