Krefeld: Hüls: CDU gegen 80 Wohnungen im Ort

Krefeld: Hüls: CDU gegen 80 Wohnungen im Ort

Die Christdemokraten plädieren dagegen für eine "kleine Lösung" in Hüls Süd-West.

Die CDU in der Bezirksvertretung Hüls lehnen die Pläne für eine Bebauung zwischen den Straßen Fette Henn, Klever Straße, Hinter der Papenburg, Kretenbäskesweg rundweg ab - und zwar "wegen der damit verbundenen Verdichtung des Wohngebietes sowie der daraus folgenden Verkehrsbelastung für die jetzigen und künftigen Bewohner", erklärt der Hülser Fraktionsvorsitzende Timo Kühn. Seine Fraktion halte innerörtliche Freiflächen für besonders schützenswert für die Natur und die Hülser Bürger.

Die geplanten 80 neuen Wohneinheiten seien nicht gemeinverträglich. Die Konzentration der baulichen Erweiterung von Hüls an einem Standort liege auch nicht im Interesse einer geordneten städtebaulichen Entwicklung des Stadtbezirks Hüls. Um den zusätzlichen Wohnraumbedarf zu decken, dem im Interesse der Weiterentwicklung von Hüls Rechnung zu tragen sei, biete sich eine "kleine Lösung"in Hüls Süd-West an.

Dieses Gebiet sei wie die Fläche an der Fetten Henn im alten und neuen Flächennutzungsplan verankert. Der Flächennutzungsplan bilde eine Rahmenplanung für mögliche Bauflächen. "Eine Bebauung ist damit jedoch nicht zwingend, erläutert der CDU-Politiker die bau- und planungsrechtliche Situation in den fraglichen Bereich.

  • Krefeld : Fette Henn: SPD und CDU zur Kehrtwende der Grünen

"Mit einer teilweisen Realisierung des Baugebietes Hüls Süd-West könnten laut Kühn die ansonsten im Areal Fette Henn eintretenden Verkehrs- und Umweltbelastungen für Alt- und Neubürger vermieden werden.

"Auf unser Unverständnis stößt auch die Aussage der Hülser FDP. Denn die hat sich im Koalitionsvertrag, der nach der Kommunalwahl 2014 zwischen SPD, FDP und Grünen abgeschlossen wurde, klar und eindeutig auf eine Innenverdichtung festgelegt. Jetzt zurückzurudern, zeigt einmal mehr, dass die FDP sich wie eine Fahne im Wind verhält", kritisiert Kühn und regt an, die Hülser Ampelkoalition möge "im Sinne einer vernünftigen und zukunftsorientierten Entwicklung des Stadtbezirks nochmals über die Realisierung von Hüls Süd-West nachdenken und endlich ihre Blockadehaltung aufgeben".

(RP)
Mehr von RP ONLINE