Pegida in Köln: Polizei erwartet Verkehrschaos

Köln : "Kögida" - Polizei erwartet Verkehrschaos

In Köln-Deutz wird es am Montagnachmittag im Zuge des Protestes gegen den Pegida-Umzug eng - das vermutet die Polizei bereits nach den Anmeldungen für Gegendemonstrationen, die bis Freitagmittag eingegangen sind. Die Polizei geht von einer Zahl von Gegendemonstranten aus, die "im unteren vierstelligen Bereich liegt". Von Seiten der Pegida sind 500 Personen angemeldet.

1000 Teilnehmer hat die Initiative "Köln stellt sich quer" für eine Kundgebung am LVR-Turm gegenüber dem Deutzer Bahnhof angemeldet, teilte ein Polizeisprecher am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion mit. Das Bündnis "Kein Veedel für Rassismus" will an mehreren Stationen entlang des Zugweges der "Kögida"-Demonstranten, dem Kölner "Pegida"-Ableger, mit Standkundgebungen demonstrieren.

Die Demonstrationen sind von 18 bis 22 Uhr angemeldet. "Die Gegendemonstranten werden aber voraussichtlich schon früher beginnen, sich aufzustellen", sagte der Polizeisprecher weiter. Ortskundige sollten Deutz daher möglichst umfahren oder auf Bus und Bahn umsteigen. "Vor allem auf der Deutzer Brücke wird es zu erheblichen Verkehrsstörungen kommen. Voraussichtlich muss sie zeitweise gesperrt werden", berichtete der Sprecher.

Über das Wochenende könnten sich noch weitere Gruppen für Kundgebungen anmelden. "Außerdem kann es immer zu Spontankundgebungen kommen", sagte der Sprecher. Zu der Zahl der Beamten, die im Einsatz sein werden, wollte der Polizeisprecher keine Angaben machen. "Wir sind in ausreichender Polizeistärke vorhanden."

Im Rahmen einer Demonstration der "Hogesa" (Hooligans gegen Salafisten) Ende Oktober 2014 und starken Ausschreitungen hatte es Kritik am Einsatzkonzept der Kölner Polizei gegeben.