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Kleve: Zum Abschluss Carl Andre

Kleve : Zum Abschluss Carl Andre

Das Wichtigste ist die Kunst – und deshalb stellte Drs. Guido de Werd bei der Bekanntgabe seiner Altersteilzeit zuerst das Ausstellungsjahr 2010-2011 vor. Höhepunkte werden Carl Andre und die bisher unbekannte Sammlung von Dorothee und Konrad Fischer sein. Denn Beginn macht Ulrich Erben.

Das Wichtigste ist die Kunst — und deshalb stellte Drs. Guido de Werd bei der Bekanntgabe seiner Altersteilzeit zuerst das Ausstellungsjahr 2010-2011 vor. Höhepunkte werden Carl Andre und die bisher unbekannte Sammlung von Dorothee und Konrad Fischer sein. Denn Beginn macht Ulrich Erben.

Das ist typisch Drs. Guido de Werd (61): Erst das Kurhaus, dann seine Person. Bei der Bekanntmachung seiner Altersteilzeit zum 14. Juni präsentierte er zuerst das Ausstellungsprogramm 2010-2011 — Punkt I. An zweiter Stelle stand das Friedrich-Wilhelm-Bad / Atelier Joseph Beuys. Erst danach, unter Punkt III, verkündete er die personellen Veränderungen im Museum.

Eine Sensation

Aber der Erfolg des Kurhauses soll eben nicht an einer Person gemessen werden, sondern am Team. Und das ist sich für das kommende Ausstellungsjahr treu geblieben. Traditionell zeigt das Museum Amerikaner und Minimalisten wie Alex Katz (2009) und Alan Charlton (2008). 2011, zu de Werds Abschied sozusagen, kommt Carl Andre — einer der bedeutenden Vertreter des Minimalismus.

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"Ein Spitzenkünstler, eine Sensation", sagt auch der scheidende Museumsleiter. Als er die Anfrage stellte, hätte er nicht gedacht, dass Andre zusagt. Vom 10. April bis zum 14. August 2011 zeigt der in New York lebende und arbeitende Künstler seine Werke, die auf nur wenigen geometrischen Grundformen basieren. Es ist die erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum seit 15 Jahren.

Den Anfang des Ausstellungsjahres macht aber Ulrich Erben mit "Siria" vom 4. Juli bis zum 24. Oktober 2010. Es ist eine Hommage — denn der in Düsseldorf lebende Künstler ist in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden. Die Ausstellung im Oberlichtsaal des Kurhauses zeigt großformatige Gemälde, in denen Erben seine Erfahrung des Lichts und der Landschaften des Nahen Ostens verdichtet hat.

Zeitgleich präsentiert das Museum auch Arbeiten auf Papier von Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme und K.R.H. Sonderberg. Sie stammen aus der Sammlung Bongartz zur Kunst des Informel. Das Museum Kurhaus Kleve hat davon mehr als 100 Arbeiten auf Papier deutscher Künstler aus den 1950er bis 1990er Jahren geschenkt bekommen. "Harald und Helga Bongartz sind dem Klever Museum seit der Wiedereröffnung des Hauses Koekkoek 1978 freundschaftlich verbunden", so de Werd.

Ein Highlight wird sicherlich auch die Ausstellung "Mit der Möglichkeit gesehen zu werden. Dorothee und Konrad Fischer: Archiv einer Haltung" werden. "Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Museu d'Art Contemporani de Barcelona", sagt de Werd und berichtet, dass in der spanischen Metropole schon große Plakate mit der Aufschrift "Museum Kurhaus Kleve" hängen. Das Besondere: Die Arbeiten, die Konrad Fischer während seiner Galerietätigkeit in Düsseldorf gesammelt hat, hat die Öffentlichkeit bisher noch nicht gesehen.

Internet Mehr zum Kurhaus unter www.rp-online.de/kleve

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Drs. Guido de Werd

(RP)