Kleve: Ex-Anwalt: Zwei Jahre auf Bewährung

Kleve: Ex-Anwalt: Zwei Jahre auf Bewährung

Am Dienstag wurde vor dem Landgericht Kleve das Verfahren gegen einen 50-jährigen Klever Ex-Anwalt und einen 67-Jährigen aus Rees wegen gewerbsmäßigen Betrugs in fünf Fällen fortgesetzt.

Nach dem Verhör der Angeklagten in der vergangenen Woche (die RP berichtete) wurden nun die Zeugen vernommen. Ein 64-Jähriger, der zurzeit im südfranzösischen Nizza wohnt, schilderte, wie der Deal eingefädelt wurde: "Wir haben uns mehrere Male getroffen. Mir wurde das Modell erklärt. Nachdem ich gehört habe, dass ein Anwalt die Treuhandkonten verwahren sollte, fand ich das Geschäft auch durchaus glaubhaft." Ein 59-jähriger Zeuge aus Baden-Baden sagte: "Ich habe nach Finanzierungsmöglichkeiten für mehrere Projekte gesucht. Darunter waren ein Thermalbad und eine Holzfabrik."

Ein 65-Jähriger aus Rheda-Wiedenbrück wurde durch eine Anzeige in der FAZ auf die Finanzierung von Darlehen durch amerikanische Spielcasinos aufmerksam. "Ich hatte zwei Firmen in China, die wir weiter ausbauen wollten und musste daher an liquide Geldmittel kommen", sagte der Innenarchitekt. "Nach einiger Zeit habe ich mich gewundert, warum ich das Darlehen nicht ausgezahlt bekam. Dann habe ich ein Schreiben aufgesetzt. Ich wurde dann aber verschont und es wurde gesagt, dass es in Amerika Probleme mit der Finanzierung gäbe", meinte ein 56-jähriger Mann aus Potsdam.

50 000 Euro vereinnahmt

Der Richter verurteilte den 50-jährigen Klever Ex-Anwalt zu zwei Jahren auf Bewährung. Der 67-Jährige, der ungefähr 50 000 Euro vereinnahmte, bekam zwei Jahre und vier Monate Haft.

(RP)