Weeze: Stau bei Sicherheits-Check: Passagiere verpassen Flug ab Weeze

Weeze: Stau bei Sicherheits-Check: Passagiere verpassen Flug ab Weeze

28 Fluggäste mussten am Montag am Airport Weeze erleben, wie ihr Flieger bildlich gesprochen vor ihrer Nase abhob, während sie noch in der Schlange vor der letzten Sicherheitskontrolle warteten. Diese Kontrolle direkt am Gate vor dem Ryanair-Flug nach Israel wurde zur Engstelle, an der sich alles staute. So was habe er noch nie erlebt, "so was darf doch einfach nicht passieren", ärgerte sich einer der zurückgelassenen Passagiere. Schon bei seiner Ankunft am Gate habe er am Ende einer Menschentraube gestanden, "und nach hinten wurde die immer länger".

Der Flughafen Weeze bedauert den Vorfall und will Konsequenzen daraus ziehen, sieht die Verantwortung allerdings zugleich bei den Fluggästen. Generell müssten Reisende zwei Stunden vor der Abflugszeit am Airport sein, so Flughafen-Sprecher Holger Terhorst. Bei den Flügen nach Israel gelten zudem besondere Sicherheitsvorschriften: Direkt am Abflug-Gate gibt es eine zusätzliche Personen- und Handgepäckkontrolle. Es sei daher besonders wichtig, dass der Zeitrahmen von zwei Stunden wirklich eingehalten werde und jeder auch so zügig wie möglich zum Gate gehe.

Am Montag hingegen sei eine Reihe Passagiere recht spät beim Check-in gewesen. "Und danach haben viele sich noch im Gastro-Bereich aufgehalten, sind also nicht direkt weitergegangen", so Terhorst weiter. Auch auf Durchsagen hätten nicht alle reagiert. So sei es später zum Stau am Gate gekommen, und am Ende reichte die Zeit nicht mehr, um alle abzufertigen. Während es 130 Passagiere noch in den Flieger schafften, blieben 28 am Boden.

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Das Ganze ist aus Sicht des Flughafens ein Ausnahmefall: "In der laufenden Wintersaison haben bisher 21 Flüge nach Israel stattgefunden. Bis auf einige Einzelfälle sind bei diesen Flügen alle Gäste pünktlich abgeflogen." Damit sich das Problem nicht wiederholt, will man bei kommenden Israel-Flügen Vorsorge treffen. "Wir werden jetzt Personal einsetzen, einen so genannten Flow-Worker, der die Gäste anspricht und bittet, zur zweiten Kontrolle direkt durchzugehen", so Terhorst. Außerdem wolle man mehrsprachig gehaltene Hinweis-Zettel mit dieser Bitte verteilen.

(szf)