Kevelaer: Achterhoek lässt für "Leader" die Bankette blühen

Kevelaer: Achterhoek lässt für "Leader" die Bankette blühen

Der Startschuss ist gefallen. Das erste Saatgut wurde verteilt für das Großprojekt "Blühendes Band". Achterhoek ist in diesem Fall Vorreiter. "Wir werden exemplarisch einen Demo-Streifen anlegen", sagt Johannes Baaken.

Regionalmanagerin Simone Schönell vom EU-Förderprojekt "Leader", zu dem Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen gehören, bezeichnet Baaken "als Motor". Er erklärt, warum ihm das Projekt, Bankette, also Randstreifen an der Straße, zum Blühen zu bringen, so am Herzen liegt. Das Stichwort Biodiversität fällt, es geht um Artenvielfalt und -erhalt. "In die Natur auch wieder etwas einbringen, das ist uns auch ganz wichtig." Simone Schönell und Baaken sprechen von dem Kreislauf, der sich entwickelt. "Wenn die Insekten wegen der Blumen zurückkommen, finden auch die Vögel wieder Futter." Einen weiteren Nutzwert bietet die Optik, die ein solcher Blühstreifen mit sich bringt. "Rechts und links am Wegesrand etwas Schönes vorfinden, und dazu gehören auch Blumen, da spielt auch das Thema Tourismus eine Rolle", sagt Baaken. Er kann sich vorstellen, dass so ein Blühstreifen auch gut auf der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Das Interesse ist längst geweckt. Landwirte aus Winnekendonk informierten sich erst kürzlich über den Hintergrund und die Rahmenbedingungen des Projekts.

"Blühstreifen klingt trivial, ist es aber nicht", richtet Simone Schönell den Blick darauf, was überhaupt ausgesät wird. "Wir wollen eine regionale Mischung, die für den Niederrhein geeignet ist", nennt Baaken das Ziel. Denkbar wären niedrige Sonnenblumen, Kornblume, Mittagsblume und Klatschmohn. 2018 soll das Projekt dann über Achterhoek hinaus auf andere Kommunen ausgeweitet werden.

(bimo)
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