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Kaarst: Kita Am Hoverkamp bekommt Anbau

Kaarst : Kita Am Hoverkamp bekommt Anbau

Um dem Kitaplatz-Bedarf gerecht zu werden, wurde im jüngsten Ausschuss beschlossen, übergangsweise eine weitere Gruppe am Standort der Kita Am Hoverkamp zu errichten. Die Politik begrüßte die Entscheidung.

Um den fehlenden Kitaplätzen beizukommen, wurde jetzt in der zusammengelegten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses (BUNA) mit dem Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (HWFA) die Erweiterung der Kita "Am Hoverkamp" um eine Gruppe einstimmig beschlossen. Zugestimmt wurde damit auch dem von der Verwaltung vorgestellten Bauprogramm mit einem Investitionsvolumen von 450.000 Euro.

Diese Summe ergibt sich aus verschiedenen Posten, die für die Anschaffung eines Raummodules anfallen, mit dem der Kitaplatz-Bedarf vorerst gedeckt erden soll. Im Zuge dessen haben die Ausschussmitglieder des HWFA der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von 348.000 Euro zugestimmt. Die Deckung erfolgt aus eingesparten Haushaltsmitteln bei der Kta Erftstraße.

Um zum anstehenden Kita-Jahr alle Kinder unterzubringen, wurde bereits vor rund zwei Monaten veranlasst, Dependancegruppen einzurichten, die kurzfristig Platz für die nicht versorgten Kinder bieten. Doch selbst mit vier dieser "Übergangsgruppen" beziehungsweise der Eröffnung der Kita Erftstraße, können laut Stadt nach heutigem Stand rund 22 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren nicht versorgt werden.

Um diesen Bedarf kurzfristig doch noch decken zu können, hat die Verwaltung in den vergangenen Wochen alle städtischen Kita-Standorte im Hinblick auf ihre Grundstücksflächen und Raumkapazitäten untersucht, um einen geeigneten Standort für eine ergänzende Gruppe zu finden. Neben dem Standort Bussardstraße, der bereits durch eine Dependancegruppe und sieben Kitagruppen maximal ausgelastet ist, kommt flächenmäßig nur der Standort Am Hoverkamp in Frage.

Die Brandschutzdienststelle des Rhein-Kreises hatte jedoch darauf hingewiesen, dass eine weitere - in diesem Fall die dritte - Gruppe, aus brandschutztechnischer Sicht nicht möglich sei. Ein separierter Baukörper könne aber angebaut werden.

Das soll nun in Form einer eigenständigen Moduleinheit geschehen. Mit einer Größe von etwa neun Metern mal 14,5 Metern beinhaltet das Modul einen Gruppenraum, einen Schlaf- und Nebenraum und einen Sanitärbereich.

Erster Beigeordneter Sebastian Semmler wies darauf hin, dass die Stadt nach einer schnell realisierbaren Lösung gesucht habe, die zu einem vertretbaren Preis, zu einer vertretbaren Zeit und mit großer Mithilfe des Trägers gefunden worden, die aber nicht als Dauerlösung zu verstehen sei. Heinrich Hannen von den Grünen sagte: "Auch wenn das nicht unser Wunsch auf Dauer ist, finde ich, dass es eine gute Lösung ist."

Auch die SPD begrüßt die Lösung eines Containermodul-Anbaus. "Wenn man vorher vielleicht skeptisch war, als man diesen nackten Container gesehen hat, sich das jetzt aber noch mal anschaut, ist das ein kleines grünes Paradies. Ich glaube, dass es eine gute Übergangslösung ist, die uns über den Engpass hinweghilft", sagte SPD-Vorsitzende Anneli Palmen.

Palmen lobte die Verwaltung und die Politik, weil Kaarst im Vergleich zu anderen Kommunen in Bezug auf Kitaplätze deutlich besser dastehe. Das einzige Problem: "Wir werden ein großes Problem haben, Fachkräfte zu bekommen." Auch deshalb, weil die in Kaarst hochpreisig wohnen würden, so Palmen.

(NGZ)