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Kaarst: FDP fordert Vielfalt beim Wohnen für alle

Kaarst : FDP fordert Vielfalt beim Wohnen für alle

Die Freien Demokraten bringen im nächsten Sozialausschuss einen Antrag zum Thema Wohnen ein.

Die Kaarster FDP möchte im Sozialausschuss am 24. April einen Antrag zum Thema "Wohnen in Kaarst" einbringen. Die Kaarster Bevölkerung wachse entgegen früherer Prognosen stetig an. Gleichzeitig ist der Kaarster Wohnungsmarkt durch die demografischen Veränderungen - insbesondere durch den stark steigenden Anteil älterer Menschen - geprägt. Dies geht sowohl aus der im September 2017 veröffentlichten "Wohnungsbedarfsanalyse des Rhein-Kreises Neuss" wie auch aus dem in 2016 erarbeiteten "Handlungskonzept Wohnen" hervor. Gesellschaftlicher Fakt ist, dass sich Familienstrukturen verändern und der Bedarf an kleineren Wohnungen groß geworden ist.

Die FDP-Fraktion setzt sich mit ihrem Antrag im Sozialausschuss dafür ein, dass festgelegte Zielsetzungen und Maßnahmen auch endlich umgesetzt werden. Dabei fordern die Freien Demokraten, dass es neben dem Angebot an bezahlbaren und sozial geförderten Mietwohnungen insbesondere vielfältige Wohnformen für Jung und Alt geben soll.

Dabei wirft die sozialpolitische Sprecherin Astrid Werle für die FDP-Fraktion die Fragen auf: "Wo sollen generationenübergreifende Wohnformen und Betreute Wohnungen entstehen? Wieweit ist es mit der Quartiersentwicklung - sowohl in den geplanten Neubaugebieten als auch in Bestandsgebieten? Welche Wohnungsangebote für Senioren mit fußläufig erreichbarer Infrastruktur sind geplant? Wo werden Grundstücke für Einfamilienhäuser, die eine Wohngröße von ungerfähr 130 Quadratmeter bieten und laut Marktstudie gebraucht werden, ausgewiesen?" Gerade bei jungen Familien seien Einfamilienhäuser begehrt, die in Düsseldorf inzwischen aber unerschwinglich sind. Dort könnte ein Angebot an Erbbaugrundstücken den Erwerb eines Hauses in Kaarst ermöglichen. Andererseits bewohnen viele ältere Kaarster oft für sie inzwischen viel zu groß gewordene Häuser, die sie nicht verlassen, weil es keine ansprechenden Angebote an Seniorenwohnungen gibt. Wohneigentum zu schaffen - so sehen es die Freien Demokraten - sei für junge Menschen eine wichtige Maßnahme, auch der Altersvorsorge, und eine Investition in die Zukunft, die bereits in der Gegenwart genutzt werden kann.

(NGZ)