Kaarst: Alte Heerstraße: Pflaster oder Asphalt?

Kaarst : Alte Heerstraße: Pflaster oder Asphalt?

Wie wird der etwa 100 Meter lange Abschnitt der Alte Heerstraße zwischen Rathaus und Kreisverkehr, zwischen Rathausarkaden und Maubiscenter saniert? Mit einer Asphaltdecke oder mit einer – teureren – Pflasterung?

Wie wird der etwa 100 Meter lange Abschnitt der Alte Heerstraße zwischen Rathaus und Kreisverkehr, zwischen Rathausarkaden und Maubiscenter saniert? Mit einer Asphaltdecke oder mit einer — teureren — Pflasterung?

Die Verwaltung hatte empfohlen, das mittlerweile arg lädierte Topstone-Pflaster durch eine Asphaltierung zu ersetzen. Der Bau- und Umweltausschuss entschied sich jedoch mit überwältigender Mehrheit für eine Pflasterung im Fischgrät-Muster. Morgen wird der Planungsausschuss sein Votum abgeben.

Kostenvorteile

Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter hofft, dass der Verwaltungsvorschlag doch noch zum Tragen kommt. Eines vorweg: Beide Beläge sind geeignet. Diese Auffassung vertritt zumindest ein Sachverständiger aus Bremen, der in Kaarst vor Ort gewesen ist. Meuter sieht aber Kostenvorteile durch eine Asphaltierung — sie würde 90.000 Euro kosten, die Pflasterung schlüge mit 94.000 Euro zu Buche.

Der Technische Beigeordnete machte auf mögliche künftige Baumaßnahmen im Maubiscenter aufmerksam und daraus resultierenden temporären Schwerlastverkehr. Aber auch die Pflastersteine im Fischgrätmuster sollen sehr belastbar sein. Joachim Moczko vom Tiefbauamt erklärte, dass sich die ins Auge gefassten Steine bei Belastung durch horizontale Kräfte im unteren Bereich "verkrallten" und sich deshalb nicht so leicht verschöben. Dafür seien sie pro Quadratmeter fünf bis sechs Euro teurer als das sonst übliche Doppel-T-Pflaster. Moczko wies aber auch auf die lange Nutzungsdauer von einer Asphaltdecke hin, sie betrage rund 40 Jahre.

Einig sind sich Verwaltung und Bauausschuss in einer anderen Frage einig: Das Maubiscenter soll nach Möglichkeit mit einer aufwendigen und rund 35 000 Euro teuren Rampe mit Treppenanlage zugänglich gemacht werden. Der Haken an der Sache: Die Stadt müsste die Genehmigung eines Eigentümers bekommen, dessen Bürgersteig zum Teil beansprucht werden würde. Meuter hofft, dass der die Zustimmung für diese sogenannte Gestellung gibt — er würde weiter Eigentümer der Fläche bleiben.

Ohne diese Genehmigung käme nur eine kleine Lösung in Frage. Die vorhandenen Stufen würden durch einen vier Meter langen Absatz "aufgelöst", hinzu käme eine Fahrstufe zur Überwindung des 15 Zentimeter hohen Stufenabsatzes. Kostenpunkt nach bisheriger Schätzung: rund 14 000 Euro.

(NGZ)
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