Ansichtssache: Mit Realisierung von West 3 darf nicht Schluss sein

Ansichtssache: Mit Realisierung von West 3 darf nicht Schluss sein

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten - in dieser Woche gab's in Hückeswagen von allem etwas.

Gute Nachrichten gab es aus dem Rathaus: Das Gewerbegebiet West 3 steht vor der Realisierung. Die Planungen laufen auf Hochtouren, im Herbst startet die Stadtentwicklungsgesellschaft (HEG) mit der Vermarktung der Grundstücke, und womöglich beginnt noch in diesem Jahr die Erschließung der Fläche im Dreieck Heidt, Junkernbusch und Kammerforsterhöhe.

Es wird auch zwingend Zeit, dass sich etwas tut. Die ersten Planungen für dieses Gewerbegebiet liegen bereits elf Jahre zurück. Und da die Grundstücke im großen Gewerbegebiet West 2 (Winterhagen-Scheideweg) so gut wie ausgebucht sind, braucht Hückeswagen dringend neue Gewerbeflächen. Denn in Deutschland brummt's, entsprechend hoch sind die Gewerbesteuereinnahmen. Gerade die tun einer Kommune wie Hückeswagen, die auch noch im Haushaltssicherungskonzept ist, gut. Verwaltung und Politik sind nun gefordert, schnellstmöglich nach weiteren Flächen für die Ansiedlung von Gewerbe innerhalb der Schloss-Stadt zu schauen. Denn die Nachbarstädte werben ebenfalls um Industrie- und Handwerksbetriebe sowie Dienstleister. Die Hückeswagener Verwaltung hat einen guten Ruf bei den Unternehmern, die jedes Mal die gute Zusammenarbeit loben. Doch wenn es keine Fläche mehr zu veräußern gibt, wird sich hier auch kein Betrieb mehr ansiedeln.

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Die eher schlechte Nachricht in dieser Woche war, dass das Dach der Pauluskirche erneuert werden muss. Auf die ohnehin schon klamme Evangelische Kirchengemeinde, die in den zurückliegenden Jahren bereits etwa 1,1 Millionen Euro in die Sanierung und Erneuerung ihrer Gebäude gesteckt hat, kommt ein weiterer finanzieller Kraftakt zu. Baukirchmeister Friedhelm Selbach rechnet mit Kosten zwischen 260.000 und 300.000 Euro. Seitens des Kirchenkreises ist nichts zu erwarten, und ob es Zuschüsse aus dem Denkmalförderungsprogramm des Landes gibt, ist auch noch ungewiss. Immerhin sind 50.000 Euro bereits zugesagt - die Gemeinde hat einen Förderbescheid über diese Höhe der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler Hannover (KiBa) erhalten.

So wird es wohl wieder darauf hinauslaufen müssen, dass die Gemeindemitglieder selbst in die Tasche greifen werden. Allerdings gibt es noch eine andere Möglichkeit, den Kostendruck etwas abzumildern: Als vor 13 Jahren der Turm der Pauluskirche eine neue Außenhaut bekommen musste, organisierte die Gemeinde die Aktion "Turm in Not". Dabei gab es eine "Baustein-Aktion", oder Besucher konnten den Turm besteigen. Dabei kam viel Geld zusammen, dass in die Sanierung einfließen konnte. Etwas ähnlich sollte die Evangelische Kirchengemeinde erneut anbieten.

(büba)
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