Abida Ruppert ALS

Haan : Die Haaner Künstlerin Abida Ruppert ist gestorben

Im letzten Herbst beendete die Malerin Abida Ruppert mit der Ausstellung „Schatten“ im Kunstraum Gewerbepark Süd in Hilden ihren künstlerischen Weg. Dienstagabend ist sie im Hospiz gestorben.

 Am Ende hat die tückische Krankheit gesiegt. Die Haaner Künstlerin ist Dienstagabend im Hospiz gestorben. Sie litt unter Amyotropher Lateralsklerose. ALS ist eine unheilbare Nervenkrankheit, die zu Muskel- und Atemlähmungen führt. An dieser Krankheit starb auch der Düsseldorfer Kunstprofessor Jörg Immendorf vor elf Jahren.

„Schatten“ hatte die damals 60-Jährige ihre letzte Ausstellung im Kunstraum Gewerbepark Süd betitelt, mit der sie im Oktober 2017 ihren künstlerischen Weg abschloss. Ihre letzte Werkschau in der Haaner Pumpstation im März 2017 hatte noch „Licht und Schatten“ geheißen. Die gesamte Organisation wickelte sie per E-Mail ab – das Sprechen fiel ihr schon schwer.

Mit 17 Jahren kam die ehemalige Balletttänzerin nach Deutschland. Jahrelang setzte sie sich für Flüchtlinge ein, half ihnen, kümmerte sich um Verletzungen – körperliche und seelische. Es waren Zeiten, die sie emotional aufgewühlt haben.

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30 Jahre war Abida Ruppert mit ihrem Mann Michael verheiratet, der als stellvertretender Landrat und Kommunalpolitike der FDP einen Namen hat im Kreisgebiet. Seit dem Jahr 2000 lebten die Rupperts in der Gartenstadt.

2014, 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, stellte sie Arbeiten in München und Sarajevo aus, warb eindringlich für ein gemeinsames Erinnern an dunkle Kriegszeiten und ein Hoffen auf dauerhaften Frieden.

Ihr letzter Wunsch erfüllte sich in Haan. Sie gewann Unterstützer für die Idee, auf dem Karl-August-Jung-Platz ein Mahnmal für die 8372 Opfer des Massakers von Srebrenica aufzustellen, das serbische Paramilitärs in der kleinen ostbosnischen Stadt anrichteten. Das war am 11. Juli 1995. Am Vorabend des 23.Jahrestages starb Abida Ruppert.

(-dts)