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Goch: Die Nacht der Bands in Goch

Goch : Die Nacht der Bands in Goch

Zehn Gruppen belebten das Gocher Nachtleben mit handgemachter Musik. Auch dieses Mal zog die "Nacht der Bands" wieder Nachtschwärmer aus Nah und Fern nach Goch, die von Lokal zu Lokal pendelten.

Rock, Soul, Blues, Funk, Country – den Besuchern der "Nacht der Bands" blieb am Samstagabend kaum ein Wunsch unerfüllt.

Im Gegenteil: Nicht wenige Besucher sprachen von der "Qual der Wahl" und warfen immer mal wieder einen Blick in den Programmplan der Veranstaltung, in dem die zehn musikalischen Acts vorgestellt wurden, um die nächste Station auszuwählen. "Granufunk – gegen Tanzschwäche. Das ist doch was für dich, Dieter!", sagt eine Frau älteren Jahrgangs grinsend zu ihrem Ehemann, während die beiden zusammen zum König am Markt laufen. Der leicht nervöse Blick des Mannes löst sich im König schnell in Wohlgefallen auf, wo besagte Band "Granufunk" ihrem Namen alle Ehre macht: Nach drei Liedern tanzt auch Dieter, während "Granufunk" Rick James Superfreak durch das Lokal schmettert. Ein paar Gehminuten entfernt, im Haus Huck, sorgte das Duo "take Two" am Samstag für Stimmung. Dass das Lokal bisweilen so gut besucht war, dass kaum noch ein Fuß in die Tür zu setzen war, war dabei halb so wild, denn die Gitarre von Mike Markwitz schmetterte dermaßen kräftig durch den Laden, dass sie sogar am Steintor noch überdeutlich zu hören war. Status Quo, Pink Floyd, AC/DC - im Haus Huck kamen vor allem Freunde der kernigen Rockmusik voll auf ihre Kosten. Die "One-Man-Show" des Abends lieferte zweifellos der Rocksänger und Gitarrist Peter Volland, der im Lokal Kempers Nr. 5 auftrat. Bewaffnet mit seiner Akustik-Gitarre, gab der Vollblutmusiker mitreißende Interpretationen von Songs wie "All Right Now", die das Lokal schnell mit Leben füllten.

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Poplastiger ging es im Rinkenhöfchen zu, wo die Band "Undercover Affair" um die charismatische Künstlerin und Frontfrau Damaris Phelan auf der Bühne stand und tanzbare Partymusik zum Besten gab. Feinsten Rockabilly gab es im Poorte Jäntje auf die Ohren, wo "Colly and the Steam Rollers" mit Kontrabass und Gitarre die Rockmusik der 50er Jahre wieder aufleben ließen. Auch in diesem Jahr zog die "Nacht der Bands" wieder massenhaft Besucher in die Gocher Lokale. Da wurde ausgelassen gefeiert und von Kneipe zu Kneipe gependelt. Entweder zu Fuß oder mit dem für die Veranstaltung eingerichteten Pendelbusverkehr.

Live-Musik belebt das Nachtleben, und die positive Resonanz lässt auf eine nächste Auflage der Bandnacht in Goch hoffen. Denn an guten Bands und Besuchern mangelte es am Samstagabend wahrlich nicht.

(RP/ac)