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Erkrath: Spendensammler für die Stadtbücherei

Erkrath : Spendensammler für die Stadtbücherei

Claus Gripp hat den Vorsitz des Fördervereins der Stadtbibliothek übernommen. 80 Bittbriefe hat er schon verschickt.

Seit März dieses Jahres weiß die Stadtbücherei Erkrath einen neuen Förderverein-Vorsitzenden an ihrer Seite. Claus Gripp hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erkrather Geschäftswelt für die vielfältigen Bildungsaufgaben und -angebote der Stadtbücherei zu interessieren und natürlich auch Gelder für ihre vielseitigen Aufgaben zu sammeln.

In einer ersten Mammutaktion hat der pensionierte Ingenieur aus Hochdahl bereits etwa 80 Briefe an Erkrather Unternehmen geschickt. Weitere werden folgen. Die Adressen hat er den Gelben Seiten entnommen und dort Firmen von A wie Apotheke über M wie Maschinenhandel bis zum Beispiel W wie Wasserverband angeschrieben. Persönlich hat er die Adressaten dann später per Telefon noch einmal kontaktiert. "Da sitzt man durchaus schon einmal einen ganzen Vormittag am Telefon", meint der Vorsitzende des Fördervereins.

Gripp berichtet von einer Erfolgsquote von etwa acht Prozent. Das sei mühsam, aber das kenne er schon. "In der ganzen Welt habe ich in über 40 Jahren meines Berufslebens gebaggert", erklärt der frühere Vertriebsleiter einer weltbekannten Firma seine Hartnäckigkeit in Sachen Fundraising für eine gute Sache. Bei dieser Arbeit hat Claus Gripp gelernt, auch kleine Spendenbeträge dankbar entgegenzunehmen.

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Aufgeben will Gripp auch bei Neinsagern nicht unbedingt. Oft schon gehört hat er das Argument, dass die Entscheidungsträger so vieler Unternehmen in Erkrath von vielen verschiedenen Seiten aufgefordert werden, Geld zu spenden. Dann kontert er mit dem Gegenargument "Bildung und Verantwortung". Manchmal findet er offene Ohren.

Claus Gripp hat sich zum Ziel gesetzt, die vorbildliche Arbeit der Stadtbücherei Erkrath mit seinen Fähigkeiten zu unterstützen. Die Idee vom "Zeit schenken", die ihm nach seiner Pensionierung in der evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl nahe gebracht wurde, hat Claus Gripp nicht mehr losgelassen. Mit Unterstützung der Diakonie hat er eine ganze Reihe ehrenamtlicher Tätigkeiten ausprobiert, die aber nicht zu ihm passten. Das für ihn beste Ehrenamt hat Claus Gripp jetzt beim Förderverein gefunden.

Die umfangreichen Erfahrungen seines Berufslebens helfen dem Vorsitzenden bei seinen neuen Aufgaben. Beständigkeit war sein Leitmotiv im Berufsleben und hat ihm Erfolg beschert. Das wünscht sich Claus Gripp auch für sein neues Fundraising Projekt bei der Erkrather Geschäftswelt.

Er ist davon überzeugt, dass die vorbildliche Arbeit der Stadtbücherei für Bildung und soziale Verantwortung den Einsatz lohnen - und er will sie zum Erfolg führen. Da muss sich sein Kater Paulchen dann schon mal gedulden bis sein Herrchen die Zeit findet, mit ihm spazieren zu gehen.

(gund)