Erkrath: Bahnstraße: Chaos soll ein Ende haben

Erkrath : Bahnstraße: Chaos soll ein Ende haben

Entlastung für Gartenstraße - Ausschuss beschließt verkehrsberuhigte Zone und Parkzeit-Verkürzung auf halbe Stunde.

Es wird Entlastung kommen für die Bahn- und die Gartenstraße. Das entschied jetzt der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr. Erst einmal wird die Bahnstraße im Bereich Post zur verkehrberuhigten Zone. Denn auf dem kurzen Endstück - man kann es kaum glauben - herrscht derzeit noch Tempo 50. Die Gartenstraße soll ebenfalls verkehrsberuhigt werden, obwohl Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs davor warnte: "Dann werden dort auch Parkplätze wegfallen", sagt er im Ausschuss. Offenbar nehmen die Anwohner der Gartenstraße das gerne in Kauf. Ferner wird das Parken auf den neuralgischen Stück Bahnstraße auf eine halbe Stunde begrenzt. Darüber hinaus soll die Wirtschaftsförderung der Stadt Kontakt zur Post aufnehmen und mit ihr eventuell einen anderen Standort suchen.

Denn so, wie es derzeit an der Garten-/Ecke Bahnstraße die meiste Zeit des Tages aussieht, kann es nicht bleiben: Der Verkehr staut sich völlig unübersichtlich; Lkw haben sich auf der schmalen, steilen Gartenstraße festgefahren oder stehen mitten auf der Fahrbahn, zum Wenden ist kein Platz. Die wenigen Parkplätze vor der Post sind zugestellt, ansonsten wird kreuz und quer gehalten. Die Parker lassen sich von der Gartenstraße rückwärts den Berg runterrollen und gefährden die Fußgänger.

"Seit Dezember 2003 bemängeln wir diese Situation", sagt Anwohnerin Ute van Oost im Ausschuss. "In einer Notsituation kommt der Rettungswagen nicht durch, und es vergehen vielleicht Minuten, die lebenswichtig sein können." Beim Ausschuss, dessen Mitglieder sich am Dienstagabend selbst ein Bild von der Situation vor Ort machten, rannte sie offene Türen ein. "Das ist wirklich brisant", sagt Ulrich Schimschock (SPD). "Besonders die Zulieferer der Post und von Haus Bavier machen Probleme." "Es kann nicht sein, dass Dauerparker die Stellplätze für Zulieferer blockieren, dort muss häufiger kontrolliert werden", sagte Wilfried Schmidt (CDU).

Einig sind sich die Politiker, dass vor allem ein Umzug der Post die Situation entschärfen würde. Nicht von der Hand zu weisen, der Einwand eines Seniorenratsmitgliedes: "80 Prozent der Postkunden an der Bahnstraße kommen zu Fuß. Wir können die Post nicht aus dem Zentrum entfernen." Insgesamt seien die Dreistigkeit, Rücksichtslosigkeit und das Unverständnis der Autofahrer unglaublich, sagte van Oost. Für sie gebe es nur ein Argument: "Ich will ja nur mal eben zur Post." Oder: "Dann muss der Krankenwagen eben warten". Auch die privaten Parkplätze hinter der Post, die mit einer Schranke verriegelt sind, waren Thema. Frage: Können nicht ein paar davon für Postkunden zur Verfügung gestellt werden? Antwort: Nein, sie werden von den Hausbewohnern genutzt.

(RP)
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