Erkelenz: Edeka komplettiert Einkaufszentrum

Erkelenz : Edeka komplettiert Einkaufszentrum

Das neu formierte Team um Jan Esser hat gestern in aller Frühe, es war 4.30 Uhr, damit begonnen, frische Waren in den neugebauten Edeka-Markt am Karolingerring zu räumen. Pünktlich um 7 Uhr war dann alles so weit für die Eröffnung.

Damit geht ein langjähriges Warten zu Ende, denn das Einkaufszentrum war Ende der 1990er Jahre eröffnet worden, jedoch blieb damals eine Fläche unbebaut. Das starke Wachstum in dem Wohngebiet und der wachsende tagebaubedingte Umsiedlungsort Borschemich (neu) brachten 2012 neue Bewegung. Und an deren Ende stand gestern die Eröffnung des Edeka-Marktes, in dessen Gebäude zudem eine Bäckerei mit Café und ein Blumengeschäft Einzug gefunden haben.

Rund 5500 Menschen leben im Einzugsgebiet des neuen Vollsortimenters, der das Angebot am Oestricher Kamp vollständig macht. "Wir ergänzen uns gut mit dem Netto-Markt, dem Zeitschriften- und Lotto-Geschäft, dem Frisör und mit Feinkost Pape", sagt Jan Esser, der noch ergänzt, "und eines der größten Tattoostudios im Land haben wir auch noch nebenan." Aufgegeben wurden mit dem gestrigen Tag die Bäckerei-Filiale von Oebel und die Fleischerei-Filiale von Esser, da beide in den neuen Einkaufsmarkt integriert wurden. "Ich würde mir wünschen, dass in das jetzt leerstehende Ladenlokal eine Apotheke einziehen würde. Dann hätten wir an unserem Standort wirklich alles, was in einem Wohngebiet benötigt wird", sagt Jan Esser (26).

Edeka Esser am Karolingerring bietet das volle Sortiment, inklusive der günstigen Edeka-Eigenmarke. Zusätzlich legt Esser eigene Schwerpunkte in seinem Angebot. "Dass wir ein Hauptaugenmerk auf die Fleischwaren legen, liegt in der Familie", erklärt der Sohn des bekannten Lövenicher Wurst-Esser-Gründers Karl-Heinz Esser. Es gebe ein umfangreiches frisches Sortiment, eine Theke mit vorgegarten Mittagsgerichten und eine "heiße Theke".

Ein zweiter Schwerpunkt sind frische regionale Produkte, wie Himbeeren aus Heinsberg, Tomaten aus der Nähe von Düsseldorf und das Rurtal-Ei aus Hilfarth. "Es kommen noch weitere Produkte hinzu", verspricht der 26-Jährige.

Russische und polnische Produkte sind ebenfalls ins Sortiment genommen worden. "Dazu gibt es seit einigen Jahren einen Trend", sagt Jan Esser und stellt bei einem Rundgang durch den Markt fest, dass die Kunden dort schon zugegriffen haben. "Interesse an diesem Angebot ist also da." Wichtig war dem Erkelenzer, dass seine Kunden ebenfalls zu einem Rundgang durch sein Geschäft eingeladen werden, und zwar bei jedem Besuch: "Wir haben die Regale so aufgestellt, dass der Kunde eine Runde gehen kann und von dieser aus in jeden Gang schauen kann."

Hat der Kunde seine Runde durch den Edeka-Markt beendet und die Kassen passiert, kann er noch Brot bei Oebel und Blumen bei Schliebeck kaufen. "Blumen Schliebeck hat hier eine zweite Filiale, neben der in der Innenstadt, eröffnet", erzählt Jan Esser, "und Oebel biete jetzt auch ein Café mit Plätzen drinnen und draußen an."

(RP)
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