Erkelenz: Spatenstich für modernes Wohnquartier

Erkelenz : Spatenstich für modernes Wohnquartier

Ein Ensemble aus Atelier-, Gartenhof-, Studio-, Duo- und Mehrfamilienhäusern in Größenordnungen von 40 bis 170 Quadratmetern für alle Bedürfnisse und Lebensentwürfe entsteht am Bauxhof in Erkelenz. Gestern war Spatenstich.

Hand-Werk hat goldenen Spaten. Das zeigte sich gestern beim achtfachen Ersten Spatenstich zur Klimaschutzsiedlung "Wohnenplus" am Bauxhof in Erkelenz-West. Acht Vertreter von Stadt Erkelenz, Unternehmensgruppe Frauenrath, der Kreissparkasse, Architektur- und Statikbüros wuchteten die vergoldeten Spaten in den Boden des Bauxhofs, der nach Bürgermeister Peter Jansens Worten immer schon etwas Besonderes war.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich erfolgte gestern der Baubeginn für ein innovatives Wohnprojekt. Die WohnenPlus Heinsberg GmbH beginnt mit der Errichtung der Klimaschutzsiedlung am Bauxhof in Erkelenz. Foto: Jürgen Laaser

Geschäftsführer Gereon Frauenrath vom gleichnamigen Bauunternehmen und -dienstleister, im Gemeinschaftsunternehmen mit der Kreissparkasse, stellte in seiner Begrüßung heraus, dass Wohnen heute ganzheitlich betrachtet werden müsse, es beinhalte Komfort, Sicherheit, Wandelbarkeit, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ruhe, Zentralität und vieles mehr. Dass man das unter einen Hut bekomme, dazu werde das Projekt "Wohnenplus Erkelenz" den Beweis erbringen. Ein Gesamtkonzept stehe hinter dem Projekt mit verschiedenen Haustypen bis hin zum dreigeschossigen Mehrfamilienhaus.

Dieses moderne Wohnquartier habe auch die Landesregierung NRW so überzeugt, dass diese das Projekt in das Förderprogramm "100 Klimaschutzsiedlungen in NRW" aufgenommen habe.

Darüber hinaus biete sich, so Gereon Frauenrath, das neue Quartier als Mehrgenerationen-Anlage dar, mit dem Hermann-Josef-Stift sein ein Partner mit an Bord, der seine Dienstleistungen bei Bedarf den älteren Bewohnern ortsnah und ambulant zur Verfügung stelle.

Es entstehe ein Ensemble aus Atelier-, Gartenhof-, Studio-, Duo- und Mehrfamilienhäusern in Größenordnungen von 40 bis 170 Quadratmetern für alle Bedürfnisse und Lebensentwürfe, also u.a. der Bewohnerzahl. Insgesamt, so Gereon Frauenrath, würden zehn verschiedene Haustypen schlüsselfertig errichtet.

Bürgermeister Peter Jansen stellte heraus, dass dieses Projekt zu Erkelenz passe wie kaum ein anderes mit seiner Energieeffizienz und Reduzierung des CO2-Ausstoßes, der ja im Osten der Stadt mit dem Braunkohlen-Tagebau in die entgegengesetzte Richtung wirke. Er erinnerte an Mathias Baux, den Stadtschreiber Erkelenz' vor 450 Jahren, als Namensgeber der Straße des Projekts, der sicher diesen Tag als einen besonderen vermerkt hätte. Der Bauxhof sei etwas Besonderes gewesen mit Gebäudekomplexen für englische Soldaten als deren Heimat, anschließend als Übergangsheim "für Menschen, um die wir uns kümmern müssen", jetzt sei ein neues Kapitel als erneuter Wandel für das Wohngebiet aufgeschlagen.

Architekt Josef Vieten stellte die Einzelaspekte der geplanten Passivhaus-Technik für die rund 100 Wohneinheiten vor, indem er eine griffige These aufstellte: "Ein Passivhaus braucht 1,5 Kilowatt Energie pro Jahr und pro Quadratmeter Wohnfläche. Das sind etwa zehn Putzeimer Heizöl im Jahr."

(isp)
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