Rees: Sparkasse: Klinkhammer fordert Grenze für Vorstandsgehälter

Rees: Sparkasse: Klinkhammer fordert Grenze für Vorstandsgehälter

Der ehemalige Reeser Stadtdirektor setzt sich in offenem Brief für Erhalt der Filialen ein und macht Gegenvorschläge fürs Einsparen.

Der ehemalige Reeser Stadtdirektor Gerd Klinkhammer hat in einem offenem Brief an die Verantwortlichen der Sparkasse Rhein-Maas an den Vorstand appelliert, die SB-Center in Millingen, Haffen-Mehr und allen sonstigen versorgungsbereichen der Sparkasse Rhein-Maas mit mindestens 3000 Einwohnern zu erhalten und Gegenvorschläge für Einsparungen gemacht.

"Als früheres Mitglied in den Verwaltungsgremien der Sparkasse Emmerich-Rees in besseren Zeiten (bis 1999) ist mir durchaus bekannt, dass in Zeiten der Null-Zinspolitik der EZB und des fortschreitenden Online-Bankings die personelle Erhaltung vieler Filialen wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Die rücksichtslose Beseitigung auch der SB Center in Millingen und Haffen-Mehr und sicher auch in anderen Bereichen des Versorgungsgebietes ist allein mit Kostenersparnisgründen nicht zu rechtfertigen", schreibt Klinkhammer.

Diese Anlagen könnten bei nur täglicher Öffnung von zehn Stunden hinreichend in den vorhandenen Räumen gesichert werden. Die Notwendigkeit der Versorgung gerade der Kunden mit kleinem Guthaben und des Einzelhandels sei hinlänglich bekannt.

"Der Vorstand, leitende Angestellte und die Verwaltungsräte alle in Rhein-Maas fusionierten Sparkassen müssen sich sicher fragen lassen, ob sie nicht viel zu spät die Personalentwicklung ihrer Häuser den modernen Entwicklungen angepasst haben", so Klinkhammer weiter. Weil sich der Versorgungsauftrag der Sparkassen sicherlich zunächst auf die Kunden der Bank und dann erst auf eine angemessene Besoldung insbesondere des Führungspersonals richten dürfte, schlage ich mit großer Ernsthaftigkeit vor: 1. Die Vorstandsgehälter werden für eine Übergangszeit von drei Jahren, in denen ein sozialverträglicher Rückbau des zu hohen Personalbestandes begonnen werden kann, auf jährlich 130.000 Euro je nach Verantwortlichkeit gegrenzt.

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2. Die Aufwandsentschädigung der Verwaltungsratsmitglider, deren Entscheidungskompetenz und Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Sparkasse- wie bewiesen-sehr begrenzt ist, sollte auf 1000 Euro begrenzt werden.

Durch eine derartige Solidaritätsgeste, die niemand in die Armut führt, könnten die erforderlichen Einschnitte auch bei den nachgeordneten Sparkassenmitarbeiten ein größeres Verständnis vermitteln. Schließlich soll es eine freiwillge Besoldungsanpassung bei entsprechender wirtschaftlicher Notwendigkeit auch bei Dax-Unternehmen gegeben haben.

Die vorgeschlagenen Verzichte könnten einen erheblichen Beitrag zur notwendigen Kostenersparnis bringen. Vielleicht hören wir endlich eine solidarische Erklärung der Verantwortungsträger gerade für die Inhaber kleiner Konten", so Klinkhammer in seinem Brief.

(RP)
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