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Emmerich: Abschied von Pastor Heuberg

Emmerich : Abschied von Pastor Heuberg

Die Seelsorgeeinheit Hüthum/Hochelten/Elten verabschiedete sich am Samstag von Berthold Heuberg. Wie beliebt der Pfarrer war, zeigte sich an der großen Anteilnahme der Bevölkerung.

Wie erwartet konnte die St.-Georg-Kirche am Samstag zum Requiem für den verstorbenen Pfarrer Berthold Heuberg die vielen Menschen nicht aufnehmen. Einige Gläubige mussten draußen an den Portalen für den beliebten Seelsorger beten.

Im Altarraum hatten sich neben Weihbischof Heinrich Jansen und seinen Konzelebranten die Fahnenabordnungen der Vereine aus der Seelsorgeeinheit gruppiert. Inmitten stand der helle Sarg vor der großen Osterkerze.

Grüße des Bischofs

"Der Tod trennt nicht nur, sondern er führt auch zusammen", sagte Weihbischof Heinrich Jansen, der die Grüße von Bischof Dr. Felix Genn aus Münster überbrachte. Er erinnerte daran, dass "der Menschensohn zu einer Stunde kommt, in der ihr es nicht erwartet."

"In den meisten von uns steckt noch der Schock", sagte Pater Karl-Heinz Fischer, der die Ansprache hielt und die letzten Stunden Pastor Heubergs ansprach. Der Priester habe sich nach den Sonntags-Gottesdiensten von seinen drei Gemeinden mit dem Gruß "Bis morgen" verabschiedet.

Geliebtes Kirchenlied

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In dem von Berthold Heuberg besonders geliebten Kirchenlied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" stecke die "innere und äußere Biografie" des Geistlichen, der nach dem "Ahlener Modell" (siehe "info") zu seiner Berufung fand. Das Lied wurde nach der Ansprache von der ganzen Gemeinde gesungen. Im Anschluss an das Requiem zogen Kreuzgruppe, Bannerträger, Bischof und Dechant, Priester und Diakone, Ministranten und die Familie mit allen Gläubigen zum Friedhof und nach der Beisetzung ins Pfarrzentrum. Dort fanden viele Gespräche statt, die vor allem die großen Verdienste des volksnahen Pfarrers zum Thema hatten.

In den fast 20 Jahren seiner Tätigkeit verstand er es, die Menschen zu begeistern und mitzureißen. Die St.-Georg-Kirche erlebte in dieser Zeit eine neue Blüte, indem sie 2001 eine neue Orgel erhielt. 2005 wurde sie renoviert und modern gestaltet. 2007 gründete sich auf Initiative Berthold Heubergs der Verein "Förderer und Stifter zum Erhalt der St.- Georg-Kirche".

Durch Aktionen der Mitglieder und durch die Spendenbereitschaft einiger Sponsoren kam es schon zwei Jahre später zu einer weiteren aufwendigen Investition: Sitz- und Kniebank-Polsterungen wurden angeschafft. Einem großen Anliegen des Pfarrers wurde nach erheblichen Mühen entsprochen: Einweihung der neuen Trauerhalle mit 45 Sitzplätzen am 1. November 2009.

(RP)