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Duisburg: Wettlauf mit Zootieren

Duisburg : Wettlauf mit Zootieren

Im Zoo können Kinder jetzt ihre Laufgeschwindigkeit messen, mit verschiedenen Zootieren vergleichen und so spielerisch etwas lernen. Die Bürgerstiftung Duisburg unterstützt das Projekt.

Der Zoo Duisburg bietet unter dem Motto "Wettlauf mit Wildhunden" eine neue sportliche Herausforderung für Kinder an. Vor dem Gehege der afrikanischen Wildhunde messen sich die jungen Besucher mit den anderen Zoobewohnern in der olympischen Disziplin "Lauf". Am Ende einer 30 Meter langen Sprintstrecke können sie ihre Laufgeschwindigkeit von einer elektronischen Anzeige ablesen und mit den Höchstgeschwindigkeiten verschiedener Tiere vergleichen.

Für die Kinder steht dabei natürlich der Spaß im Vordergrund. Initiatorin Anja Limpinsel will ihnen dazu aber auch neues Wissen vermitteln: "Besonders wichtig ist es, Spaß und Lernen zu verknüpfen." Sie wünscht sich, dass alle Zoobesucher, egal welchen Alters, bei jedem Besuch etwas Interessantes erfahren können. Ihr ist zwar bewusst, dass die meisten von ihnen eher zum Vergnügen in den Zoo kommen, doch sieht sie es als ihre Aufgabe, dass die Menschen trotzdem neues Wissen mit nach Hause nehmen.

"Total Spaß"

Bei den Kindern sorgt die Aktion für einige Überraschungen: Der erste "Testläufer", ein fünfjähriger Tierfreund aus der "Blauen Kita Monheim", ist erstaunt und stolz, dass er ein Rennen gegen eine Schlange mit Leichtigkeit gewinnen würde. Er und seine Kameraden können gar nicht genug bekommen: "Es macht total Spaß, hier um die Wette zu laufen."

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Anja Limpinsel freut sich über die Begeisterung der Kinder, lädt aber auch ältere Besucher zu einem Lauf ein. Auf den positiven Lerneffekt setzt auch der gewöhnliche Einsatzzweck der Geschwindigkeits-Messanlage. Die Bürgerstiftung Duisburg, die dem Zoo die Anlage zur Verfügung gestellt hat, installiert sie auf Antrag von Bürgern an vielbefahrenen Straßen, um Autofahrern, die das Tempolimit überschreiten, ihre Verfehlung sofort bewusst zu machen, ohne dass diese — wie bei einer Radarkontrolle — mit einer Strafe rechnen müssen. Manfred Berns, Geschäftsführer der Bürgerstiftung, hält das für effektiver als das herkömmliche "Blitzen". Einerseits sei der Autofahrer der Geschwindigkeitsanzeige gegenüber nicht so negativ eingestellt wie dem "Starenkasten" — vor allem aber ist sie spontaner: "Wenn man geblitzt wurde, kommt die Post von der Stadt erst Wochen später. Da fragt man sich nur noch: Wann und wo habe ich mich erwischen lassen?".

Zukünftige Kooperation

Der "Wettlauf mit Windhunden" ist das erste gemeinsame Projekt von Zoo und Bürgerstiftung. Beide Seiten haben sich aber schon auf zukünftige Kooperation verständigt. Der Direktor des Zoos, Achim Winkler, ist optimistisch: "Dieses Projekt wird Aufhänger für weitere Aktionen mit der Bürgerstiftung sein."

(RP)