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Duisburg: Schule Obermauerstraße droht die Schließung

Duisburg : Schule Obermauerstraße droht die Schließung

Die Bezirksvertretung Mitte hat gestern mehrheitlich der Auflösung der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Obermauerstraße zugestimmt. Grund für die Überlegung, die Schule zu schließen, waren unter anderem sinkende Anmeldezahlen. Zudem wäre ein Neubau im Mercatorquartier, das auf der Fläche des Gebäudekomplexes des ehemaligen Berufskollegs-Mitte, in dem auch die Grundschule untergebracht ist, entstehen soll, mit geschätzten Kosten in Höhe von 5,6 Millionen Euro zu teuer.

Der Rat der Stadt wird nun in seiner Sitzung am 24. September endgültig entscheiden, ob das Vorhaben umgesetzt wird. Bei Zustimmung soll die GGS Obermauerstraße zum 1. August nächsten Jahres sukzessive aufgelöst und bis zum Ende des Schuljahres 2013/2014 als Halbtagsschule weitergeführt werden. Als Ausgleich wird eine Erweiterung bestehender Schulen diskutiert. Dafür kämen die Astrid-Lindgren-Schule, die GGS Aakerfährstraße und die GGS Klosterstraße in Betracht. Der damit verbundene längere Schulweg für die Kinder aus dem Wasserviertel sei zumutbar, so die Verwaltung. Schließlich kämen, so die Befürworter der Schließung, von den derzeit 151 Schülern, die an der Obermauerstraße unterrichtet werden, lediglich 57 Prozent aus dem direkten Einzugsgebiet. Dies deute darauf hin, dass sich viele Eltern ganz bewusst für weitere Wege entschieden hätten.

Schulleitung und Lehrer der Grundschule Obermauerstraße hatten sich vehement gegen die Auflösung gewehrt. Auch die Elternschaft hatte in der Vergangenheit gegen eine Schließung protestiert. In einer Schulkonferenz wurde herausgestellt, dass die Schule Obermauerstraße mehr Schülerzugänge erwarten würde als die Gemeinschaftsgrundschule Aakerfährstraße, so dass ein Bedarf für die Einrichtung in der Stadtmitte bestünde. Zudem sei das AG-Angebot außerhalb des Unterrichts in Duisburg einzigartig. Kritiker des Vorhabens werfen der Politik vor, die Schule nur auflösen zu wollen, um die freie Fläche gewinnbringend vermarkten zu können.

(RP)